URBAN NATION MUSEUM FOR URBAN CONTEMPORARY ART

„Graffiti und Street-Art gehören zu Berlin und umgekehrt. Sie wirken hier wie eine lokale Kunstform: Dem Westen haben sie geholfen, die Mauer bunt zu halten. Sie gestalten und kommentieren seit der Wende den Wandel der Stadt. Welcher Ort könnte besser geeignet sein für diese internationale und niedrigschwellige Kunst?“, brachte es Tim Renner, Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten, auf den Punkt. Mitte 2017 wird URBAN NATION die ersten Besucher begrüßen können. Bis dahin wird das bestehende Gebäude in der Bülowstraße 7 komplett umgestaltet und umgebaut – und somit auf die große neue Aufgabe vorbereitet: Künstler und Kunstwerke sollen hier gebührend gewürdigt werden.

URBAN-NATIONTim Renner (Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten), Hendrik Jellema (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Berliner Leben), Markus Terboven (Vorstandsmitglied der Gewobag), Yasha Young (Direktorin URBAN NATION) und Thomas Willemeit (Founding Partner GRAFT) begrüßten die zahlreichen Gäste und Pressevertreter, die teils weite Anreisen in Kauf genommen hatten, um diesem Ereignis beizuwohnen. Denn der Baubeginn von URBAN NATION heißt für die Hauptstadt nicht nur, dass sie das erste deutsche Museum für Urban-Art bekommt, sondern auch, dass ein Stück Kunst- und Berliner Stadtgeschichte geschrieben wird.

Sweet

SWEET – eine Ausstellung zusammen estellt von Axel Anklam und Jan Muche.

sweetMit:

  • Alexandra Baumgartner
  • Thomas Rentmeister
  • Miriam Vlaming
  • Jochen Görlach
  • Andreas Golder
  • Eckart Hahn
  • Marc Fromm
  • Oliver Mark
  • Jan Muche
  • Axel Anklam
  • Dan Devening
  • Katerina Belkina
  • Christian Hoischen
  • Tanja Rochelmeier
  • Thomas Henninger
  • Thorsten Brinkmann
  • Ernie Luley Superstar

Laufzeit: 17.6. – 3.7. 2016

geöffnet Samstags von 15 – 17 Uhr und nach Rücksprache

SCHAU FENSTER
Raum für Kunst
Lobeckstr. 30-35 – 10969 Berlin

www.schau-fenster.info

Ausstellung: Der feine Riss – Haus am Lützowplatz

Der feine Riss. Zeitgenössische Malerei auf dem historischen Feld

Mit: Ernie Luley Superstar, Franziska Maderthaner, Nguyen Xuan Huy, David Nicholson, Axel Pahlavi, Deborah Poynton, Till Rabus, René Schoemakers, Christoph Steinmeyer und Alex Tennigkeit

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Till Rabus, Ikebana #4, 2008, Öl auf Leinwand, 240 x 190 cm, Courtesy Galerie Michael Haas, Berlinder-feine-riss-06-nicholson

David Nicholson, Melancolia, 2007, Öl auf Leinwand, 208 x 135 cm, Sammlung Sander / The Sander Collectionder-feine-riss-05-schoemakers

René Schoemakers, Dystopia VII b, 2016, Acryl auf Leinwand, 180 x 130 cmDeborah Poynton, Morality Play II, 2008, Öl auf Leinwand, 250 x 200 cm, SØR Rusche Sammlung, Oelde/ Berlin

Deborah Poynton, Morality Play II, 2008, Öl auf Leinwand, 250 x 200 cm, SØR Rusche Sammlung, Oelde/ Berlinder-feine-riss-03-nguyenNguyen Xuan Huy, Waiting until the Sun sets, 2015, Öl auf Leinwand, 220 x 450 cm, Courtesy Galerie Rothamel

Die Ausstellung „Der feine Riss – Zeitgenössische Malerei auf dem historischen Feld“ bringt Malerinnen und Maler zusammen, die das Medium an klassische künstlerische Techniken binden und zugleich das historische Gewicht der Gattung mit einer radikal subjektiven Schaffenshaltung beantworten. Das handwerkliche Ethos malerischer Durcharbeitung als extrem zeitaufwändige künstlerische Praxis steht dabei in antagonistischer Spannung zur nervösen, flüchtigen Komplexität unserer heutigen Kultur, wie sie sich auf unterschiedlichen Ebenen in den Werken niederschlägt.

Eröffnung Donnerstag 23. Juni 2016, 19 Uhr

Weitere Informationen: http://www.hal-berlin.de/ausstellung/der-feine-riss/

Haus am Lützowplatz
Lützowplatz 9
10785 Berlin

Raum für Gedanken: Eine partizipative Kunstinstallation von Kathrin Ollroge

Seit September 2014 reist ein mobiles Wohnzimmer durch die Länder in Ostdeutschland. Die Potsdamer Fotokünstlerin Kathrin Ollroge baut ihren „Raum für Gedanken“ für jeweils einige Tage im öffentlichen Raum auf. Auf einer alten Schreibmaschine lädt sie Passanten und Neugierige ein, ihre

Raum für Gedanken in Neuruppin 2014Raum für Gedanken in Neuruppin 2014

Meinungen und Gedanken zum Thema Flucht, Asyl und Nachbarschaft zu formulieren. Parallel werden fotografische Porträts der Teilnehmer angefertigt. Zwei bemerkenswerte Publikationen wurden nun veröffentlicht.

Am 23. Juni 2016 wandert der „Raum für Gedanken“ in die Kommode der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin. Hier sollen Meinungen der Jurastudenten zu Themen wie Asylrecht,Aufenthaltsrecht, Migrationsrecht für Flüchtlinge in Deutschland und der EU erfasst werden, denn die Meinung der Rechtsberufler von morgen macht neugierig, kann weitere interessante Resultate hervorbringen und neue Denkanstöße geben. Die Künstlerin lädt einige Tage vor Ort Besucher ein ihre bisherigen Publikationen zu entdecken und sich etwas Zeit zu nehmen und Gedanken, Meinungen und Vorschläge zu rechtlichen „Asylfragen“ im „Raum für Gedanken“ aufzuschreiben und sich porträtieren zu lassen. Die Fotografien und Texte sollen im Nachhinein in einer digitalen oder gedruckten Publikation veröffentlicht werden.

In Königs-Wusterhausen

Ein Projekt von Kathrin Ollroge, kuratiert von Katia Hermann mit der freundlichen Unterstützung der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin

Mehr Informationen: www.raum-fuer-gedanken.com

Anya Janssen bei janinebeangallery

Der Ausgangspunkt für die Ausstellung „Retroactive“ ist ein lang gehegter Wunsch der Künstlerin Anya Janssen: Die Idee einer Ausstellung ihrer Schlüsselarbeiten – von Kunstwerken, die als bedeutende Zäsuren im Œuvre von Janssen herausstechen. Dies sind Gemälde, die nachfolgenden als Referenzen dienten, um sie zu organisieren, verbinden und der Bedeutung oder dem Konzept einer Serie quasi als Generalschlüssel zu dienen.

Double_Barrelled

„Double Barrelled “, Öl auf Leinwand, 230 x 160 cm, 2009

Anya Janssen entschied sich, ein „Best of“ ihrer Gemälde der verschiedenen Serien der vergangenen 20 Jahre ihrer Schaffenszeit auszustellen. Von den Selbstporträts der Serie „Animal Urge“, den eineiigen Zwillingen in „Double-Edged“, dem wilden Mädchen in „The Shapeshifter“ zu den verstorbenen Bewohnern in „The House“.

Eine reine Retrospektive bedeutet im Kontrast zur gegenwärtigen Arbeit eines Künstlers eher eine Bestandsaufnahme, einen passiven Rückblick auf seine Vergangenheit. „Retroactive“ hingegen bezeichnet einen aktiven, lebendigen Bezug zur Gegenwart und eine Schnittstelle zum zukünftigen Schaffen der Künstlerin.

Anya Janssen lebt und arbeitet in Arnhem, Niederlande. Ihre Kunstwerke werden weltweit ausgestellt und sind Teil von vielen Sammlungen, darunter das Museum of Modern Art Arnhem, DELA, ABN/AMRO, Diesel, Delta Lloyd, Ohra und Menzis. 

Ausstellung: 11. Juni – 20. August 2016 

janinebeangallery
Torstrasse 154
10115 Berlin

Online-Katalog als PDF

Uwe Wittwer in der Galerie Judin

Sehenswert zum Gallery Weekend Berlin 2016Uwe Wittwer (Malerei) mit seiner Ausstellung „Im Widerschein – Scherben“ – 30. April – 18. Juni 2016 – in der Galerie Judin in der Potsdamer Straße.

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Der Schweizer Uwe Wittwer (*1954) unter­läuft und hin­terfragt in sei­nen Gemälden, Aquarel­len und Inkjets die Sehge­wohn­hei­ten und Erwar­tun­gen des Betrachters. Ihre berü­ckende Schön­heit und Sinnlichkeit sind häufig nur ein Lock­mit­tel und machen bei nähe­rer Betrach­tung dem laten­ten Horror Platz, der hin­ter den Fas­saden der Gutbür­ger­lichkeit lauert. Mehr lesen…

Ausstellung „Im Widerschein – Scherben“
30. April – 18. Juni 2016

Vernissage: Fr., 29.4.2016

Galerie Judin
Potsdamer Straße 83
10785 Berlin

Esther Schipper: Tomás Saraceno – Aerocene

Anläßlich des diesjährigen Gallery Weekend Berlin, freut sich Esther Schipper Tomás Saracenos zweite Einzelausstellung mit der Galerie zu präsentieren.

Tomás Saracenos Aerocene Projekt besteht aus einer Choreographie um die Welt, aus Spuren in der Luft, aus mit Luft gefüllten Skulpturen, die die längste emissionsfreie Reise um die Welt antreten werden. Auftrieb erhalten sie allein durch Sonnenwärme und die Infrarotstrahlung der Erdoberfläche. Die Aerocene-Skulpturen brauchen zum Schweben weder fossile Brennstoffe noch Solarmodule oder Batterien, weder Helium, Wasserstoff noch ein anderes Edelgas. So übermitteln sie eine Botschaft von Einfachheit, Kreativität und Zusammenwirken für eine Welt turbulenter geopolitischer Beziehungen und erinnern uns an unsere symbiotische Beziehung mit der Erde und all ihren Lebewesen.

Tomás Saracenos Ausstellung Aerocene formuliert eine metabolische und thermodynamische Transformation der Beziehung der menschlichen Gesellschaft zu Erde und Sonne. Anknüpfend an das Projekt Cloud Cities, der Vision einer fliegenden Stadt, entwickelt Aerocene bewohnbare luftgetragenen Bauten deren Bewohner mithilfe planetarischer/kosmischer Energie schweben. Der Künstler nutzt theoretische Konzepte und Erkenntnisse aus Kunst, Physik und Biologie und erschafft so Werke, die Ausdruck utopischer Visionen eines von stärkerer Verbundenheit geprägten Daseins sind. Aerocene birgt Forschungspotential: die große Fülle an Lebensformen zu erkunden und zu betrachten, die in den Wolken und den oberen Schichten der Atmosphäre zu finden sind – ein bislang unerforschtes Gebiet. Das Naturphänomen des „Fadenflugs“, einer Methode, mit der Spinnenkolonien sich durch die Luft fliegend verbreiten und Entfernungen von tausenden Kilometern zurücklegen, fasziniert Saraceno. Seine Faszination fließt in das Projekt Aerocene ein und weist den Weg für ein Nachdenken über interspezifische gesellschaftliche Zukunftsalternativen.

Tomás Saraceno, geb. in 1973 in Tucuman, Argentina. Er lebt und arbeitet in Berlin. 

Tomás Saraceno – Aerocene
Eröffnung: Freitag 29. April, 18-21 Uhr (anlässlich des diesjährigen Gallery Weekend Berlin)

Esther Schipper
Schöneberger Ufer 65
10785 Berlin

Di-Sa: 11-18 Uhr

www.estherschipper.com

Johnen Galerie: Martin Honert

Anläßlich des diesjährigen Gallery Weekend Berlin, freut sich Johnen Galerie eine Einzelausstellung mit Martin Honert zu präsentieren.

Für seine aufwändig inszenierten dreidimensionalen Arbeiten schöpft Martin Honert häufig aus Kindheitserinnerungen. In ihnen vereinen sich die widersprüchlichen Assoziationen, die man mit dem neugierigen Blick eines Kindes verbindet: Dieser kann mal unschuldig, mal wissend, mal gnadenlos unerschrocken sein. So gesehen sind seine Werke Hybride, erschaffen von einem Kind und einem Mann, oder, wie es der Künstler einmal ausdrückte: “von einem Erwachsenen im Dienste des Kindes“, das er einmal war. Honert scheint die Erlebnisse dieses Jungen mit ähnlichem Staunen zu betrachten, er externalisiert und inszeniert sie, um ihre Bedeutsamkeit besser in Augenschein nehmen zu können.

Verzerrungen des Maßstabs und das Auslassen von Details deuten auf eine erzählerische Unzuverlässigkeit, auf die Befangenheit der Erinnerung. Entschieden stellen die Werke jeglichen Anspruch auf Wirklichkeitstreue infrage und entscheiden sich stattdessen für eine emotionale Wahrheit. So handelt es sich bei den Skulpturen von Gegenständen oder Figuren nicht um Abbildungen, eher ähneln sie wiedergewonnenen Eindrücken. Bezieht sich der Künstler auf alte Fotografien, so bewahren sich die ausgeschnittenen Figuren das Erscheinungsbild der alten Aufnahmen mit ihrer verblassten, grobkörnigen Auflösung. Doch ihre emotionale Präsenz scheint in der Spannung zwischen der Art und Weise, wie sie im Erleben des Kindes überhöht schien, wie sich der Erwachsene ihrer erinnerte und wie das erwachsene Selbst des Künstlers sie schließlich wiedererschuf, in der Luft zu hängen.

Martin Honert, geb. 1953 in Bottrop. Einzelausstellungen (Auswahl): Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart in Berlin (2012); Vancouver Art Gallery (2013); Martin Honert, Kunsthalle im Lipsiusbau, Staatliche Kunstsammlungen, Galerie Neue Meister, Dresden (2007); under cover – aus dem Verborgenen, Kunsthalle Düsseldorf, Dusseldorf (2006) und Martin Honert, Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte, Münster. Gruppenausstellungen (Auwahl): lens-based sculpture – The transformation of sculpture through photography, The Berlin Academy of Arts, Berlin (2014); Sculpture at the Duesseldorf Art Academy: 1945 to the Present, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen (2013); The Promised Land, Albertinum, Dresden (2010); Vertrautes Terrain. Aktuelle Kunst in & über Deutschland, ZKM, Karlsruhe (2008) and Spielräume, Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg (2005). Martin Honert lebt und arbeitet in Dusseldorf und Dresden.

Martin Honert
29. April – 28. Mai 2016
Eröffnung: Freitag, 29. April, 18-21 Uhr

Johnen Galerie
Marienstrasse 10
10117 Berlin

Di-Sa: 11-18 Uhr

www.johnengalerie.de