REVALUE: Peer Kriesel in der okazi gallery

Peer Kriesel nutzt nicht nur klassische Leinwände, sondern verschiedenste Materialien, häufig Printprodukte als Bildträger, die in ihrer ursprünglichen Funktion ausgedient haben. In seinen Arbeiten verwendet er unter anderem entwertete Fahrkarten, abgelaufene Eintrittskarten und Einladungen zu Ausstellungseröffnungen. Auf ein besonderes Medium konnte er auf der Fashion Week im Januar zurückgreifen, als er seine Bilder der US-Couture Designerin Julianna Bass zur Verfügung stellte. Auf den exzentrisch-schönen Kleidern und Blusen finden sich seine Werke vergrößert übertragen und seriell geprintet wieder. Kriesel faszinieren die unterschiedlichen Bildträger, weil sie für eine kurze Lebensdauer, bspw. für die Fahrt von A nach B oder für einen Veranstaltungsbesuch, gestaltet wurden. Sie erzählen uns dennoch ganze Geschichten, denn jede Fahrt hatte einen Anlass und jeder Kinobesuch oder Besuch einer Ausstellung hinterlässt eine Erinnerung.

Komisch – nicht?
Acryl/Aquarell/Pigmenttusche auf Pappe
29,7cm × 21,4cm
2016

Im Juni zeigt Peer Kriesel eine Reihe von Arbeiten in der okazi gallery in Berlin-Friedrichshain!

Im Rahmen dieser Ausstellung sind ausgewählte aktuelle Arbeiten zu sehen– u.a. auch neue Übermalungen von BVG-Tickets sowie eine Reihe an noch nie gezeigten Einzelzeichnungen aus seinem Fundus!

Vernissage: Freitag, 2. Juni 2017, 19 Uhr

http://www.peerkriesel.de

http://instagram.com/peerkriesel
http://peerkriesel.tumblr.com
http://facebook.com/peerkriesel
http://twitter.com/kriesel

okazi gallery
Türrschmidtstraße 18
10317 Berlin

www.okazigallery.com

PS: Am Sonntag nach der Vernissage ist Peer kriesel zudem wieder mit einem Stand auf der Open Air Gallery auf der Oberbaumbrücke vertreten. Dort wird es wieder limitierte Drucke und Schnäppchen geben.

Beuys – der Film

Joseph Beuys während der Räumung des Sekretariats der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf, 1972. ©zeroonefilm/ Bernd Jansen

Beuys. Der Mann mit dem Hut, dem Filz und der Fettecke. 30 Jahre nach seinem Tod erscheint er uns als Visionär, der seiner Zeit voraus war. Geduldig versuchte er uns schon damals zu erklären, dass „Geld keine Ware sein darf“. Er wusste, dass der Geldhandel die Demokratie unterwandern würde. Doch mehr als das. Beuys boxt, parliert, doziert und erklärt dem toten Hasen die Kunst. Wollen Sie eine Revolution ohne Lachen machen? fragt er grinsend. Sein erweiterter Kunstbegriff führte ihn mitten in den Kern auch heute relevanter gesellschaftlicher Debatten.

Aus einer kongenial montierten Collage unzähliger, bisher unerschlossener Bild- und Tondokumente stellen Regisseur Andres Veiel und sein Team ein einzigartiges Zeitdokument zusammen: BEUYS ist kein klassisches Porträt, sondern eine Betrachtung des Menschen, seiner Kunst und seiner Ideenräume.

Die Große Premierentour beginnt am 2. Mai 2017.

Konstantin Dery

Bunte Bilder, tolle Kontraste – das dachten wir, als wir die Werke von Konstantin Dery gesehen haben.

Baumreste, 150 x 110 cm, Öl/Leinwand, 2015
Sonnenlicht streift rauen Boden, 120 x 170 cm, Öl/Leinwand, 2017

Im März sind einige Arbeiten von Dery im ARTGESCHOSS Berlin zu sehen.

Vernissage: 2. März 2017, 20 Uhr
Ausstellung: 2. – 31. März 2017
Öffnungszeiten: 11 – 16 Uhr

ARTGESCHOSS GALERIE
Schustehrusstraße 17
10585 Berlin
www.artgeschoss.com

JONAS BURGERT – ab 28.4. bei Blain Southern

Dachte Sie, 240cm x 180cm, 2016

Endlich ist es wieder soweit: Es gibt wieder Arbeiten vom Berliner Künstler Jonas Burgert live in Berlin zu sehen. Vom 29. April bis 29. Juli 2017 werden ausgwählte Werke von Burgert in deriner Ausstellung in der Galerie Blain Southern in der Potsdamer Straße gezeigt. Diese sollte man sich schon jetzt im Kalender merken!

Blain Southern
Potsdamer Straße 77–87
10785 Berlin

Ben Tolman – Feine Zeichnungen

Einer der größten Zeichner der zeitgenössischen Kunst ist Ben Tolman. Der Künstler lebt und arbeitet in den USA in Washington DC.

Pyramid, 2016. Ink on Paper, 21×15 in.

Seine feinen Zeichnungen präsentieren dem Betrachter eine Art Wimmelbild, auf dem er ständig Neues entdecken kann. Das Kaputte scheint Ben Tolman besonders zu reizen, das er mit schwarzem humor mit feinen Strichen und feiner Mine aufs Papier bringt. Die Szenerien sind surreal und zeigen Touristengruppen, die durch ein gebiet voller Ruinen geführt werden, dabei stehen Dixi-Toiletten wie beim Festival am Rand des Geschehens. Es gibt viele Treppen, Graffiti-Throw-Ups an den Wänden. Leute stehen Schlange für irgendwas. Die Bild sind verschachtelt aufgebaut und viele unterschiedliche Ebene zeigen wie eben in Wimmelbildern verschiedenste Situationen, die gerade parallel stattfinden. In neueren Arbeiten tauchen zusätzlich in diesen Welten geometrische und teilweise organische Formen auf, die scheinbar die Landschaft bzw. die Gebäudewelten zu verschlingen drohen.

Wir warten gespannt auf die erste Ausstellung von Ben Tolman in Berlin!

Diesen Künstler sollte man sich in jedem Fall merken.

Canal, 2016. Ink on Paper, 36×60 in.
Beefy Cheesy Glory, 2016. Ink on Paper, 21 x 15 in.
Forward, 2017. Ink on Paper, 21 x 15 in.
Entrance, 2016. Ink and Gouache on Paper, 21 x 15 in.
Line 2016. Ink on Paper, 21×15 in.
Market, 2016. Ink on Paper, 22 x 30 in.
Purple People Eater, 2016. Ink on Paper, 21×15 in.
Tour, 2016. Ink and Gouache on Paper, 15×21 in.
Quietly, 2016. Ink and Gouache on Paper, 21×15 in.

Lutz Brandt in der White Square Gallery

Sehenswert: Lutz Brandt mit seiner Ausstellung „Borderline“ vom 24. Juni bis 6. September 2016 in der White Square Gallery.

Lutz_Brandt_Nemo Little Nemo, 2014
Acryl auf Leinwand
140 x 160 cm

Mutter_Natur_2015__Acryl_auf_Lwd._160_x_180_cm_Kopie Der große Urknall der Mutter Natur, 2016
Acryl auf Leinwand
160 x 180 cm

Lutz_Brandt_Borderline-smlBorderline, 2015
Acryl auf Leinwand

Ausstellung „Borderline“ von Lutz Brandt

Zum Auftakt der Sommerausstellungsreihe präsentiert die White Square Gallery die retrospektive Ausstellung „Borderline“ von Lutz Brandt (*1938 in Berlin).

Die breite Berliner Bevölkerung kennt seit Jahrzehnten die zahlreiche Kunst-am-Bau bzw. Street-Art Projekte, mit denen Lutz Brandt im Laufe seines Lebens deutliche Spuren in Ost-  wie auch in West-Berlin  hinterlassen hat. Bekannt sind außerdem seine Bauprojekte, Poster-serien, Werbeplakate und Magazinillustrationen. Denn Lutz Brandt gab sich als Künstler nie mit einer einzigen Kunstgattung zufrieden. Er ist und war immer auf mehreren Feldern erfolgreich tätig: als Architekt und Bühnenbildner, als Designer und Gebrauchsgrafiker, als Zeichner und Maler.

Leicht schreitet Lutz Brandt über die Grenzen der Gattungen, vermischt und vertauscht sie und macht somit den Grenzübergang zum Sinnbild seiner Kunst. Nicht nur der künstlerische Prozess selbst ist davon betroffen, sondern auch seine Sujets. Meistens sind es die Grenzgebiete, die Situationen also, in denen verschiedene Welten auf einander treffen, sei es Tag und Nacht, Phantasie und Realität, Traum und Wachsein, Dichtung und Wahrheit.

Die Bilder der Ausstellung stammen aus verschiedenen Werkgruppen und Zeiten und sind stilistisch wie thematisch ganz unterschiedlich. Was jedoch ihnen allen innewohnt, ja sie vereint, ist die Ambivalenz des Dargestellten, die Fragilität des transportierten Zustands, die Umkehrbarkeit der bildimmanenten zeitlichen Abfolge. Die Situationen sind in beide Richtungen lesbar: was wir als ein konsequentes Ergebnis vermuten,  erscheint uns unter einer anderen Perspektive als Ursache.

So könnten die vielen bunten Bauteilchen der „Mutter Natur“ eine komplette Zerstörung der Welt bedeuten, aber genauso denkbar und fühlbar ist in diesem Bild die beinahe vollkommene kosmische Harmonie des Ganzen. Die purzelnde Figur des kleinen Jungen im „Little Nemo“ bringt die Welt des Alltags mit der Welt der Abenteuer zusammen. Die scheinbar banale Szene mit den Passagieren, die das Flugzeug verlassen, lässt genügend Platz für Interpretationen offen. Im Bild „Kobe“ verwandeln sich die Folgen der Erdbebenkatastrophe in eine eigenständige Struktur, die Ruhe und Ausgewogenheit ausstrahlt.

Und im Bild „Borderline“, das dieser Ausstellung seinen Namen leiht, zeigt der Künstler einen pseudorealen Grenzübergang, wie ihn sich jeder von uns vorstellt. Aber auch hier, wie überall sonst, überlässt der Künstler alle Fragen und Antworten dem Betrachter. Schließlich soll auch dieser seinen Beitrag zur Kunst leisten.

White Square Gallery
Kronenstraße 43 (am Gendarmenmarkt)
10117 Berlin-Mitte

POSITIONS BERLIN Art Fair 2016

Als jüngste Kunstmesse Berlins präsentiert die POSITIONS BERLIN Art Fair seit 2014 neben etablierten Galerien ebenso Newcomer und Wiederentdeckungen des internationalen Kunstmarktes.
Mit vielseitigen Konzepten, interessanten Räumen und neuen Ideen bietet die POSITIONS BERLIN den idealen Rahmen, die vielfältige internationale Kunstszene während der Berlin Art Week zu erleben. Vom 15.–18. September 2016 präsentieren 73 Galerien aus 13 Ländern ihre prägnantesten künstlerischen Positionen im Postbahnhof Berlin.

POSITIONS BERLIN Art Fair 2016
15. bis 18. September 2016

http://positions.de

Postbahnhof am Ostbahnhof
Str. der Pariser Kommune 8
10243 Berlin

Sebastian Osterhaus – Rolle vorwärts

Sebastian Osterhaus kraftvolle Malerei ist geprägt durch einen medien- und genreübergreifenden Diskurs, der Innovation in der Kunst des 21. Jahrhunderts einfordert.

Neuberliner_Öl-auf-Leinwand_90cm-x-145cm_2011Neuberliner_Öl-auf-Leinwand_90cm-x-145cm_2011

Neuberliner, Öl auf Leinwand, 145cm x 90cm, 2011

Nordlichtflimmern_Öl-+-Mixed-Media-auf-Leinwand_150-x-100cm_2013_k

Nordlichtflimmern, Öl + Mixed Media auf Leinwand, 150cm x 100cm, 2013

Eine Auseinandersetzung mit tages- sowie gesellschaftskritischen Geschehnissen findet ebenso Ausdruck, wie die bewusste Überspitzung von Rollenspielen und bühnenartigen Sequenzen. Das Verhältnis zwischen Mensch und Tier steht dabei im Mittelpunkt seiner Arbeit. Nicht selten dient sein tierisches Bildpersonal der Verkörperung, Beschreibung und bewussten Überzeichnung des Menschen. Sebastian Osterhaus setzt bewusst auf eine klassisch anmutende Malerei, die bei genauerer Betrachtung den innovativen und spielerischen Einflüssen keine Grenzen setzt. Er kombiniert stilvoll und gekonnt die lange als minderwertig beurteilten Urban-Art-Sprachmedien mit klassischer Malerei und fordert den Betrachter geradezu heraus, sich mit einem komplexen Angebot an Denkanstößen, Fragestellungen und Selbstanalysen auseinander zu setzen.

Sebastian Osterhaus lebt und arbeitet in Münster.

Ausstellungsdauer: 10.06.2016 – 16.07.2016

artfein GALLERY
Hornstr. 20
10963 Berlin

 

URBAN NATION MUSEUM FOR URBAN CONTEMPORARY ART

„Graffiti und Street-Art gehören zu Berlin und umgekehrt. Sie wirken hier wie eine lokale Kunstform: Dem Westen haben sie geholfen, die Mauer bunt zu halten. Sie gestalten und kommentieren seit der Wende den Wandel der Stadt. Welcher Ort könnte besser geeignet sein für diese internationale und niedrigschwellige Kunst?“, brachte es Tim Renner, Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten, auf den Punkt. Mitte 2017 wird URBAN NATION die ersten Besucher begrüßen können. Bis dahin wird das bestehende Gebäude in der Bülowstraße 7 komplett umgestaltet und umgebaut – und somit auf die große neue Aufgabe vorbereitet: Künstler und Kunstwerke sollen hier gebührend gewürdigt werden.

URBAN-NATIONTim Renner (Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten), Hendrik Jellema (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Berliner Leben), Markus Terboven (Vorstandsmitglied der Gewobag), Yasha Young (Direktorin URBAN NATION) und Thomas Willemeit (Founding Partner GRAFT) begrüßten die zahlreichen Gäste und Pressevertreter, die teils weite Anreisen in Kauf genommen hatten, um diesem Ereignis beizuwohnen. Denn der Baubeginn von URBAN NATION heißt für die Hauptstadt nicht nur, dass sie das erste deutsche Museum für Urban-Art bekommt, sondern auch, dass ein Stück Kunst- und Berliner Stadtgeschichte geschrieben wird.