Kunst im Galerieraum entdecken, den Produktionskontext wahrnehmen, Künstler treffen: das Gallery Weekend Berlin lädt zu einem hochkarätigen Kunsterlebnis, an dem in diesem Jahr 53 Galerien teilnehmen. Neben Größen wie Konrad Fischer, Max Hetzler und Sprüth Magers öffnen profilierte Galerien wie Isabella Bortolozzi, Johann König oder Gregor Podnar ihre Räume. Drei Neuzugänge wurden eingeladen, ihr Programm zu zeigen: Plan B wirft einen neuen Blick auf Ost-Europa, Kraupa-Tuskany Zeidler arbeitet an der Schnittstelle zu neuen Technologien und Ökonomie, Nature Morte schlägt die Brücke nach Indien.

Außerdem wird es wieder unendlich viele Nebenschauplätze in der Berliner Galerie- und Kunstwelt geben.

Also vormerken: Gallery Weekend Berlin vom 26. bis 28. April 2013

Hier sind alle offiziellen Ausstellungen, Galerien und ihre Künstler:

Galerie Guido W. Baudach – Thilo Heinzmann: Die Galerie Guido W. Baudach wird in den bestehenden Räumen am Savignyplatz und den künftigen Räumen im Tagesspiegel-Hochhaus auf der Potsdamer Straße die inzwischen siebte Einzelausstellung mit neuen Werken von Thilo Heinzmann präsentieren. Thilo Heinzmann widmet sich seit bald zwanzig Jahren der Entwicklung neuer Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb des weiten Feldes der Malerei.

Isabella Bortolozzi Galerie – Oscar Murillo: Vorwiegend textile Arbeiten, aber auch mixed media-Installationen werden in den Galerieräumen, in dem neuen Projektraum in der Bülowstrasse und in einem Bunker in der Lützowstraße zu sehen sein. Oscar Murillos Arbeiten offenbaren einen oft politischen Anspruch, Fragen von Klassenzugehörigkeit, Wirtschaft und industrieller Produktion durch Material und Arbeitsweisen zu thematisieren.

BQ – Alexandra Bircken: Die Künstlerin kombiniert in ihren Skulpturen textile Fragmente mit Fundstücken aus der Natur, handwerklich gefertigten Objekten und Gegenständen industriellen Ursprungs, und stellt hiermit einen Zusammenhang zwischen biologischen Prozessen, industrieller Produktion und Technik her. Parallel zur Ausstellungsdauer ist im Pavillon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz eine Installation der Künstlerin zu sehen.

Galerie Buchholz – Tomma Abts: Die Britin zeigt eine Gruppe neuer Bilder und großformatiger Zeichnungen.

Buchmann Galerie – Bettina Pousttchi: Nach der Fotoinstallation „Framework“ für die Schirn Kunsthalle Frankfurt 2012 steht hier eine andere umfangreiche Fotoarbeit im Zentrum: die Hälfte der 24-teilgen Fotoserie World Time Clock. Seit 2008 fotografiert Bettina Pousttchi in verschiedenen Städten öffentliche Uhren. Die Werkgruppe ist Ende 2013 abgeschlossen, wenn die Aufnahmen aus 24 Zeitzonen eine „fotografische Weltzeituhr“ bilden.

Capitain Petzel – Maria Lassnig: Die Österreicherin befasst sich in Malerei und Zeichnung seit dem Beginn ihrer künstlerischen Tätigkeit in den 1940er Jahren fast ausschließlich mit dem Thema der Visualisierung von inneren Körperempfindungen. Maria Lassnig, 1919 geboren, hat mit ihrem Werk große internationale Aufmerksamkeit erlangt, insbesondere durch ihre Teilnahmen an der Biennnale von Venedig 1980, der documenta 1982 und der documenta 1997. Bei Capitain Petzel werden überwiegend direkt aus dem Atelier der Künstlerin stammende Malereien und Zeichnungen gezeigt.

Carlier | Gebauer – Michel François: In der Einzelausstellung von Michel François „Proof of Evidence“ werden neue Objekte wie in einer Asservatenkammer inszeniert und der Ausstellungraum wird zum Schauplatz. Unabhängig vom Medium oder Material werden bei François Objekte zu Skulpturen, aus denen er Inspiration für seine Fotografien, Videos, Installationen, Performances und kuratorischen Projekte zieht. Kirsi Mikkola / Jessica Rankin: Neben den Arbeiten von Michel François sind im Projektraum Arbeiten von Jessica Rankin und im Showroom Werke von Kirsi Mikkola zu sehen.

Galerie Mehdi Chouakri – Hans-Peter Feldmann: Für seine jüngste Arbeit ließ sich Hans-Peter Feldmann von einem im Aufbau befindlichen Stand auf der Art Basel inspirieren. In der Lichtprojektion eines Spotlights auf einer noch unbehängten Wand sah er ein Kunstwerk an sich. Passend zu seiner Vorliebe für die „Aushebelung“ von Ausstellungsformaten oder seiner Faszination für das Alltägliche, lässt Feldmann in der Ausstellung rechteckige Lichtflecken auf blau und grün gestrichene Galeriewände – samt Bilderhaken – fallen. Vielsagend verweist der Künstler so auf Momente des Kunstmarktes.

Circus – Özlem Altin: In ihren vielschichtigen Collagen und Installationen kombiniert Özlem Altin gefundenes Bildmaterial mit eigenen Fotografien, Malereien und skulpturalen Arbeiten. Ihre Einzelausstellung „Cathartic ballet“ kreist um die Darstellung von Subjektivität und die gleichzeitige Manifestierung physischer An- und Abwesenheit. Die assoziative Bild-Semantik, die entsteht, zeichnet ein lyrisches Psychogramm innerer Zustände und äußerer Zwänge menschlicher Existenz.

Contemporary Fine Arts – Thomas Kiesewetter: Offene Durchblicke und kompakte Volumen, Großzügigkeit und kleinteilige Präzision, leichte Formen und schweres Metall – die Skulpturen Thomas Kiesewetters leben von Dissonanzen. / Markus Bacher: Seine Werke oszillieren zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Figurative oder landschaftliche Assoziationen sind zwar möglich, werden aber nicht herausgefordert. Die Deutungsebenen treten hinter der malerischen Wirkung zurück.

Galerie Crone – Jerszy Seymour: Wie eine Zeitkapsel versetzt „The Universe Wants to Play” den Menschen an den Anfang und an das Ende der Welt. Alltägliche Materialien im Hier und Jetzt, gleichzeitig ursprünglich und futuristisch. Hier kämpft man gegen Dämonen, liebt die Zukunft und schreit die Gegenwart heraus. „The Universe Wants To Play“ bevölkert den eigenen Kopf und eigenen Planeten.

Croy Nielsen – Mandla Reuter

Galerie Eigen+Art – Carsten Nicolai: Der Titel „crt mgn“ zu Carsten Nicolais Installation spielt auf eine Kathodenstrahlröhre und den sie beeinflussenden Magneten an, der zu Farbverschiebungen und Formverzerrungen auf der Bildröhre führt und so ein potentiell unendliches Bildarchiv ermöglicht. / Jürgen Mayer H.: In den Räumlichkeiten des Lab zeigt Jürgen Mayer H. eine speziell entwickelte Rauminstallation aus Skulptur und Wandmalereien, sowie eine Auswahl an Zeichnungen, Objekten, Collagen und Fotografien.

Konrad Fischer Galerie – Jan Dibbets: Zum ersten Mal in Deutschland zeigt Konrad Fischer Galerie großformatige Arbeiten aus der Serie „New Colorstudies 1976/ 2012“. Basierend auf Negativen aus den 1970er Jahren nutzt Dibbets die technische Möglichkeit der starken Vergrößerung der alten Motive.

Galerie Cinzia Friedlaender – Martha Jungwirth: In der Ausstellung „Pädagogisch Wertlos“ werden Werke aus den späten 80er und frühen 90er Jahren zu sehen sein, die ihren abstrakt figurativen Stil zeigen. Die Malerin ließ während ihrer Künstlerlaufbahn, die nahezu ein halbes Jahrhundert umfasste, bewusst keine Kategorisierungen zu.

Michael Fuchs Galerie – Silvia Gertsch & Xerxes Ach: Die Ausstellung „Silent Moments/Cosmic light“ stellt die Künstlerpositionen der Schweizer Maler Silvia Gertsch und Xerxes Ach vor. Silvia Gertschs Hinterglasmalereien sind durchflutet von spätsommerlichen Lichtphotonen. Sie schafft einen Ausdruck, dessen Ästhetik eine besondere Empfindsamkeit zugrunde liegt; diese spiegelt sich auch in den Arbeiten Xerxes Achs wieder. Dessen Ästhetik drückt sich über sinnliche Farberlebnisse aus.

Gerhardsen Gerner – Dirk Stewen: In seiner Ausstellung „Paper Sir“ setzt Dirk Stewen in jeder der ausgestellten Arbeiten Fotografien ein. Sie werden übermalt, ins Negativ gewandelt und von Abstraktionen umstellt. Er schöpft dabei aus seiner eigenen Produktion, innerhalb der die ausgestellten Werke nur Konzentrationspunkte sind.

Galerie Michael Haas – John Isaacs: Der Brite kombiniert in seinen Arbeiten konzeptionell geprägte Gesten mit den Gestaltungsmöglichkeiten, Materialien und Formen der Bildhauerei. Isaacs Arbeiten sind oft zwischen wahrhafter Monumentalität und subtilster Gestik angesiedelt und manches wird so in einem Werk zusammengebracht, dass gänzlich unerwartete Resonanzen der Form entstehen. / Nicole Bianchet: Gezeigt werden großformatige Holztafeln wie auch Arbeiten aus Papier und gerissener Pappe, rational fokussiert und besessen und zugleich intuitiv und emotional.

Galerie Max Hetzler – Toby Ziegler: Alle Gemälde und Skulpturen dieser Ausstellung „Borderline Something“ verweisen auf Ausschnitte flämischer und spanischer Stillleben; vergrößert, verfärbt, per Computersoftware oder von Hand transformiert, werden sie für den Künstler zu Studien, durch die er mit dem Motiv wie auch der Ambivalenz zwischen Abstraktion und Figuration spielt.

Johnen Galerie – Hans-Peter Feldmann: In „Kunstausstellung“ stellen Bilder und Objekte aus verschiedensten Quellen, vor allem aus der Malerei des 19. und frühen 20. Jahrhunderts den Schwerpunkt dar. Feldmann knüpft immer wieder an die Geschichte der Bildproduktion in ihrer ganzen kulturellen Breite an, von der Hochkunst über handwerkliche Massenproduktion, von Kinderbüchern bis hin zu Fotografie und Postkarten. Mit oftmals humorvollen Eingriffen gelingt es ihm, das Bildmaterial in einen aktuellen Kontext zu stellen.

Galerie Kamm – Christoph Meier: Die Arbeiten von Christoph Meier entstehen häufig als Reaktion auf etwas Vorhergehendes, indem sie dessen rationale und reaktive Kraft gebrauchen und mehrere Zustandsveränderungen durchlaufen, unterstrichen von Hohn und dunklem Humor. Seine Skulpturen sind oft mit Farbe massiert, besprayt oder einfach von Hand mit Farbe bearbeitet, damit ihre vorgegebene Form sich, im Gegensatz zur Tradition der klassischen, antiken Skulptur, verschiebt.

Klosterfelde – Jorinde Voigt: In der Ausstellung „9 Times Philosophy“ wird eine neue Werkgruppe von Zeichnungen präsentiert, die von unterschiedlichen philosophischen und literarischen Texten ausgeht. In ihren Zeichnungen lässt Voigt den Betrachter an ihrem persönlichen Prozess der Aneignung und ihres Versuches des Verstehens der Texte teilhaben. Die Künstlerin verdichtet das Gelesene zu Notizen und abstrakten Flächen, die zu Platzhaltern ihrer inneren Bilder werden.

Johann König – Monica Bonvicini: In den Ausstellungsräumen in der Dessauer Straße präsentiert Johann König die Einzelausstellung „Disegni“ von Monica Bonvicini, die neu im Programm der Galerie ist. Anhand einer Vielzahl von Zeichnungen wird ein Überblick über Bonvicinis Werk der letzten zehn Jahre geboten. / Alicja Kwade: Im ehemaligen Kirchenraum von St. Agnes zeigt Johann König noch vor dem Umbau zur Galerie Alicja Kwades raumgreifende Licht- und Soundinstallation „Nach Osten“, die auf dem Prinzip des Foucault’schen Pendels basiert.

KOW Berlin – Michael E. Smith: Der Detroiter Künstler portraitiert mit seinen Skulpturen, Bildern und Videos die geschundene US-amerikanische Seele im frühen 21. Jahrhunderts als eine Anordnung ruinöser Körper: Als traumatische Existenz in einem paralysierten System, das seine eigene Verletzlichkeit mit Gewalt verleugnet und verdrängt.

Kraupa-Tuskany Zeidler – Avery Singer: Im Fokus der Arbeit von Avery Singer stehen Figur und Erzählweise von Malerei und Text. Beeinflusst von den formalen Bedingungen dieser Medien hat sie das Potential der Themen und Bilder der Kulturindustrie erforscht und diese in idealisierter Form neu gestaltet.

Tanya Leighton Gallery – Aleksandra Domanovic: Ihre Arbeiten konzentrieren sich auf die Verbreitung und Rezeption von Bildern und Informationen, die insbesondere eine Bedeutungsverschiebung bewirken und eine Veränderung eintritt, bei der unterschiedliche Kontexte und historische Verhältnisse gestreift werden.

Meyer Riegger – Eva Kotátková: Die tschechische Künstlerin befasst sich in ihren Zeichnungen, Collagen, Skulpturen, Installationen und Performances mit Möglichkeitsformen der Wahrnehmung des Selbst. In ihren Arbeiten versucht sie, das Gefühl mentaler Restriktion zu materialisieren, welches durch unsere Außenwelt, durch Regelwerke von Institutionen, Erziehungsprozesse und Konventionen von Kommunikationsakten ausgelöst werden kann.

Moeller Fine Art – Lyonel Feininger + T. Lux Feininger: Die beiden sich ergänzenden Ausstellungen „Lyonel Feininger: Drawn from Nature, Carved in Wood“ und „T. Lux Feininger: Sixty Years of Painting“ zeigen Skizzen, Holzschnitte, Holzfiguren und Gemälde von Vater und Sohn, die nahezu ein Jahrhundert künstlerischer Entwicklungen spiegeln.

Nature Morte Berlin – AA Bronson & Michael Bühler-Rose: Mit Bezug auf die Tradition der hispanischen „Botanicas“ – religiöser und magischer Bedarfsläden – in Amerika, spielen die beiden Künstler AA Bronson und Michael Bühler-Rose mit der Idee des Künstlers als Schamane/Priester, mystischer Verklärung von künstlerischer Schöpfung, Ritualobjekten, Magiezubehör und spirituellem Konsumverhalten.

Galerie Neu – Jana Euler: In den Ausstellungsräumen der Galerie wird Jana Euler präsentiert. Die Künstlerin setzt sich in ihrer malerischen Praxis auf gegenständliche als auch abstrakte Weise mit der Auswirkung der verschiedensten Kommunikationswege auf ihre sozialen Gefüge auseinander. / Nick Mauss: In den Räumen im MD72 wird Nick Mauss mit einem breiten Konvolut an unterschiedlichen Medien zu sehen sein, die sich mit ihrem Volumen autark zum Ausstellungsraum in Verhältnis setzen und damit eine Simultaneität der differenten Modi erzeugen.

Neugerriemschneider – Isa Genzken: Genzken wird ihre raumgreifende Installation „Ohne Titel (2007)“, die für die Skulptur Projekte Münster 07 entstanden ist und von der Künstlerin damals im öffentlichen Raum vor der Überwasserkirche installiert wurde, zeigen. / Billy Childish: In einem temporären Ausstellungsraum in der Münzstraße in Berlin-Mitte werden Malereien von Billy Childish zu sehen sein, die sein vielschichtiges Universum aus persönlichen Bezügen und literarischen Referenzen skizzieren. / Michel Majerus: Der Michel Majerus Estate hat Charles Asprey eingeladen, eine Werkpräsentation des Künstlers im früheren Atelier und heutigen Sitz des Künstlernachlasses in der Knaackstraße 12 in Berlin-Prenzlauer Berg zusammenzustellen.

Galerie Nordenhake – Esko Männikkö & Pekka Turunen: Ausgestellt wird ein Fotoessay der beiden finnischen Fotografen mit dem Titel „Pemoht“, entstanden zwischen 1989 und 1995 als Zeugnis der post-sowjetischen Lebensbedingungen. Eine düstere, zerstörte Landschaft und starke Umweltverschmutzungen mit gravierenden Schäden für das Ökosystem sind dokumentiert worden.

Peres Projects Berlin – Alex Israel: In seiner speziell für die Ausstellung entwickelten Arbeit „Self-Portraits“ knüpft Israel an eine Serie von Selbstportraits an, die er als Logo für sein Projekt „As it LAys“ entwarf, das von Warner Brothers auf Glasfaserplatten in unterschiedlichen Farbvariationen produziert wurde. Der aus Los Angeles stammende Künstler bezieht stets das Hollywood-System bei der Produktion seines Werkes ein und setzt sich hierbei mit dem Einfluss der Unterhaltungsindustrie in der Stadt auseinander.

Galeria Plan B – Ciprian Muresan: In der Einzelausstellung des rumänenischen Künstlers werden unter anderem eine Videoarbeit über die Grenzen angesehener Werke zwischen Harmonie und Chaos so wie eine Skulptur aus 50.000 aufeinandergelegten Postern mit dem Aufdruck eines leeren Plastikbeutels zu sehen sein. Eine Röntgenaufnahme eines Gemäldes des Briten Tom Chamberlain steht als Gegenstück zu den verdeckten Postern. Es enthüllt.

Galerija Gregor Podnar – Goran Petercol: Seit 1975 beschäftigt sich Petercol mit der genauen Beobachtung und Positionierung transzendentaler Objekte innerhalb von Prozessen, die aus Konzeptkunst und analytischer Malerei der 1970er Jahre abgeleitet sind. Zugleich arbeitet Petercol an der Rekontextualisierung der Interaktion zwischen dem Betrachter und dem Kunstwerk.

PSM – Ariel Reichman: Zum Gallery Weekend Berlin wird PSM seinen neuen Ausstellungsort in der Köpenicker Strasse eröffnen. Ausgehend von einer Homage an Felix Gonzalez Torres wird der israelische Künstler Ariel Reichman seine minimalistische Solopräsentation „Dear Felix, I am sorry but we are just too scared to fly“ zeigen, die sich mit der Aufmerksamkeit des Betrachters auseinandersetzt.

Aurel Scheibler – Curt Stenvert: Der Titel „Vorstoß ins Niemandsland“ geht auf einen Film des österreichischen Filmemachers, Malers, Bildhauers und Objektkünstlers Stenvert (1920 – 1992) zurück. In Stenverts Arbeiten finden sich neben dem Bezug auf Literatur als konstantes Leitmotiv auch Elemente vergangener Bewegungen, in denen persönliche Überzeugungen widerhallen und Anliegen des Dada und Surrealismus integriert werden.

Esther Schipper – Ugo Rondinone: In der Ausstellung nimmt Rondinone das Konzept der Zeitlosigkeit auf: Auf dem Boden der Galerie werden Verlegeplatten aus Holz ausgelegt, die Fenster sind geweißt. Auf dem Boden sind 59 kleine Pferdeskulpturen zu sehen, die zuerst mit der Hand in Ton geformt und dann in Bronze gegossen wurden. Parallel wird im „Studio Space“ eine Einzelpräsentation von Ceal Floyer mit der umfassende Installation „Untitled (Dotted Line)“ gezeigt.

Galerie Micky Schubert – Daniel Sinsel

Galerie Thomas Schulte – Alice Aycock: Im Zentrum der Ausstellung der amerikanischen Bildhauerin Alice Aycock steht die Skulptur „Super Twister II“, die innerhalb des Gesamtwerkes von Aycock zu einer Gruppe skulpturaler Assemblagen gehört, welche die Kraft von Winden visualisieren. / Franka Hörnschemeyer: Im Eckraum zeigt die Galerie eine raumspezifische kinetische Installation von Franka Hörnschemeyer.

Sommer & Kohl – Paul McDevitt: Der Ausstellungstitel „A Life Without Shame“ bezieht sich auf Adam Smiths wegweisenden Text über den globalen Kapitalismus, der in der schottischen Stadt Kirkcaldy entstand. In den letzten Jahren von der Rezession stark betroffen, fotografierte McDevitt dort unter anderem die Schaufenster der leerstehenden Geschäfte. Aus diesen Fotografien entstand eine neue Gruppe von Gemälden, die in der Ausstellung zu sehen sind. Zu sehen ist auch eine zweite Werkgruppe besteht aus Zeichnungen der fortlaufenden Serie „Notes to Self“.

Sprüth Magers Berlin – George Condo: In der Ausstellung von George Condo sind neben acht großformatigen, 2012 entstandenen Malereien, fünf Bronzeskulpturen aus dem selben Jahr zu sehen. / Joseph Kosuth: Von Joseph Kosuth wird eine Retrospektive der Neonarbeiten von 1960 bis heute zu sehen sein. / Richard Artschwager: Die Ausstellung Richard Artschwagers fokussiert sich auf die aktuelle Serie von Portraits, die neben der Skulptur „Exclamation Point (Orange)“ von 2010 gezeigt wird.

Supportico Lopez – Henri Chopin: Ausgestellt wird das Manuskript „La Crevette Amoureuse“ (1967/1975) des französischen avantgardistischen Dichters Henri Chopin (1922-2008), das bis 1994 nicht gedruckt und nur einmal in der Gruppenausstellung „Ecstatic Alphabet“, kuratiert von Laura Hopman, im MoMA in New York gezeigt wurde.

Galerie Barbara Thumm – Anna K.E.: „Two Whores in the Same Dress“ ist eine multi-mediale Installation, in deren Zentrum zwei korrelierende Skulpturen stehen, die gleichzeitig sowohl Interpretationsraum, als auch interaktives Podium darstellen. Diese für Anna K.E. so typischen Objekte sind Konstruktionen, die den privaten intimen Raum wie auch den öffentlichen Raum definieren und ein Verlangen nach Intimität bezeugen. Sie verweisen auf den Gegensatz von privater und öffentlicher Handlung.

Sassa Trülzsch – Roswitha Hecke: Die Ausstellung „Irene“ zeigt Vintage Prints von Roswitha Hecke aus der Zeit der Entstehung des gleichnamigen Buchs: 1978 erscheint das Fotobuch zum ersten Mal unter dem Titel „Liebes Leben“. Es ist das Portrait der Zürcher Künstlermuse und Prostituierten Irene. / Erik Steinbrecher: Im Anschluß seiner kürzlich zu Ende gegangenen Ausstellung in der Kunstbibliothek Berlin, führt der schweizer Konzeptkünstler seine ambulante Praxis mit neuen hybrid skulpturalen Arbeiten fort. An zwei konkreten Orte der Galerie, im verlassene Treppenturm und im Garten, werden Kommentare des Männlichen entstehen.

VW (Veneklasen/Werner) – Peter Saul: In „Neptune and the Octopus Painter“ werden Gemälde und Arbeiten auf Papier gezeigt, die Saul in den vergangenen zwei Jahren produziert hat.

Galerie Barbara Weiss – Ayse Erkmen: Im Mittelpunkt der Ausstellung „Wesenszug“ steht eine gelb-weiße Skulptur aus Acryl, ein Remake ihrer ersten Erkundung Acryl als Medium zu verwenden. Zusätzlich werden weitere gelbe und weiße Acrylarbeiten im Raum installiert. Mit den Arbeiten werden existierende Formen und Verwendungen von Material in Architektur und Design nach dem Wert von Nutzlosem und Nutzvollem befragt.

Wentrup – Nevin Aladag (solo): Die Künstlerin zeigt Arbeiten in den Medien Skulptur, Fotografie und Film. Allen Arbeiten gemein ist die Fragestellung nach dem sozialen Gefüge der Gesellschaft und dem interpretatorischen Blick des Betrachters. / „Traces of Life“ (group show): Die Gruppenausstellung zeigt unterschiedliche Positionen internationaler Künstler, die sich mit den sichtbaren und unsichtbaren Spuren des Lebens beschäftigen. In den Werken reflektieren sie teils fragile aber auch überwältigende Schlüsselmomente des künstlerischen Schaffensprozesses.

Kunsthandel Wolfgang Werner – Medardo Rosso & Gotthard Graubner: Zwölf der äußerst seltenen Skulpturen des italienischen Bildhauers Medardo Rosso (1858–1928), von seinen Zeitgenossen als „Bildhauer des Lichtes“ gefeiert, werden in Dialog mit Zeichnungen aus den letzten 40 Jahren von Gotthard Graubner (geb. 1930) gesetzt.

Wien Lukatsch – Hans-Peter Feldmann: In „Bücher | Books“ wird das überbordende Werk von Hans-Peter Feldmanns Büchern umfassend ausgestellt. Begonnen bei den „Bildern“, graue Hefte mit Stempelaufdruck und Offestdrucken von Fotografien, über „Zeitserien“, Mappen mit auf Karton aufgeklebten Originalfotografien aus den 70er Jahren bis hin zu zahlreichen Büchern mit eingeklebten Fotokopien und Zeitschriftenprojekten.

Zak | Branicka – VALIE EXPORT: Das besondere Augenmerk der Ausstellung „Bilder der Berührung“ liegt auf den Arbeiten der Künstlerin, in denen Berührung und Implikationen von Berührung in verschiedenen Medien, darunter Installation, Zeichnung, Fotografie, Video und archiviertes Material, Ausdruck finden. Als eine Schlüsselfigur der zeitgenössischen Kunst seit den sechziger Jahren hat VALIE EXPORT eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Performance-Kunst, Feminismus und Aktionskunst sowie konzeptueller Fotografie und Film gespielt.