Art Consulting

Vermarktung von Kunst: Der Handel und die Kommunikationsmedien

Seitdem sich große Unternehmen, Banken und Konzerne ihre Unternehmenskultur über zeitgenössische Kunst ausdrücken und Kunst teilweise als dekoratives und die Architektur unterstützendes Mittel geworden ist, gibt es das Geschäftsfeld des Art Consulters im Kunstbetrieb.
Dieser Zweig, den auch viele „Galeristen“ eingeschlagen haben, um ihre Galerieräume finanziell tragen zu können, steht seit Mitte der Achtziger Jahre für die Kommerzialisierung der Kunst. Die Kunstvermittler arbeiten eng mit den Chefetagen der Großunternehmen, mit Bauherren und Architekten sowie Künstlern zusammen. Sie liefern nicht nur die von dem Unternehmen gewünschte Kunst, sondern fertigen für das Unternehmen maßgeschneiderte Konzepte an, um der Corporate Identity gerecht zu werden. Und das geschieht heutzutage sehr früh. Die Kunstberater, die auch Agenten genannt werden, stimmen ihre Ideen schon im Vorfeld mit den Architekten ab.
Auch im Berliner Regierungsviertel hat man sich für 30 Millionen Euro mit Kunst im und am Bau ausstatten lassen, dort waren es Museumsdirektoren, die als Art Consulter fungierten. (Herstatt, Claudia: Fit für den Kunstmarkt. Hantje Cantz. Ostfildern, 2007, S. 90)

In Zeiten, in denen Kunst auch immer undurchschaubarer wird und der Laie immer weniger versteht, worum es geht, greift er des öfteren auf das Art Consulting zurück. Es erspart das Erlernen von Formen- und Farbsprachen, die tiefgründige Auseinandersetzung mit der Position des Künstlers und es erspart viel Zeit in der Organisation, wenn es um Transport sowie Versicherungen geht. Man vertraut dem Experten sowie Berater und bekommt am Ende die Kunst auf dem Präsentierteller fertig serviert.

Der Art Consulter, Kunstberater oder Agent ist ein Dienstleister in der Kunstwelt.