Discovery Art Fair: Neue Frankfurter Kunstmesse feiert am 1. November Premiere

Vom 1. bis 4. November 2018 ist es endlich soweit, die erste Ausgabe der neuen Frankfurter Kunstmesse DISCOVERY ART FAIR öffnet im Forum der Messe Frankfurt ihre Pforten und beweist, wie spannend und vor allem vielfältig aktuelle Kunst sein kann.

Besucher sind herzlich eingeladen ihre neuen Lieblingsstücke aus Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Zeichnung, Mixed Media, Grafik und Urban Art zu entdecken, und das zu Preisen, die Freude machen. Denn das Konzept der DISCOVERY ART FAIR steht für hochwertige Kunst zu bezahlbaren Preisen.
Kunstfreunde dürfen sich auf ein breites Spektrum zeitgenössischer Kunst freuen. Zur Premiere der unter der Schirmherrschaft des Frankfurter Bürgermeisters Peter Feldmann stattfindenden Entdeckermesse zeigen auf 3.000m² Ausstellungsfläche 75 Aussteller aus 14 Ländern die Highlights aus ihren jeweiligen Programmen.

Peintre X, i believe, courtesy the artist

Den international hochbeachteten und äußerst lebendigen Kunststandort Berlin repräsentiert in der Bankenmetropole Frankfurt unter anderen die junge Galerie Z22. Als Produzentengalerie in Wilmersdorf gegründet, entwickelte sich die Galerie schnell zum angesagten Hot Spot, der eigenwillige und starke Künstlerpositionen zeigt und Begleitangebote, wie Filmabende, Lesungen oder Performances offeriert. Wie die Kunstmesse hat sich auch die Galerie zum Ziel gesetzt, nicht nur für erfahrene Sammler hochkarätiger Kunst eine Anlaufstelle zu sein, sondern auch Kunstneulinge zu beraten und Ihnen hochwertige Kunst zu bezahlbaren Preisen anzubieten. An ihrem Messestand zeigt Galerie Z22 neben Arbeiten von Eric Massholder und Andreas Kurus auch Werke des Urban Art Künstlers BENKA. So fröhlich seine in Farbe und Form kräftigen Bilder auch scheinen mögen, sie sind stets Kritik an der Oberflächigkeit unserer Gesellschaft, die Äußerlichkeiten eine absurde Bedeutung zumisst.
Am Stand der in unmittelbarer Nähe zum Berliner Kurfürstendamm angesiedelten Parcus Gallery fallen Besuchern neben Reiner Langers Mixed-Media-Collagen mit altkolorierten Bildelementen vor allem die dicht an dicht mit Nadelspitzen besetzten organisch geformten Objekte von Ildeu Lazarinni ins Auge, in denen sich die brasilianische Künstlerin auf die Suche nach unberührbaren Körpern begibt.

Zahlreiche spannende künstlerische Positionen aus Berlin offenbart auch die Artist Section der Messe.

Anna Vonnemann, Kreuzabnahme, Oel auf Leinwand, 12 Tafeln a 74 x 115 cm, courtesy the artist

Zu den hier vorgestellten Berliner Künstlerinnen zählt Anna Vonnemann, die bei Franz Erhard Walter in Hamburg studierte und in ihren großen Wandtableaus den klassischen Stil des Goldenen Zeitalters der niederländischen Kunst mit den Ideen der Konzeptkunst verbindet. Die überwiegend in Öl auf Leinwand arbeitende Künstlerin verweist auf, und durchbricht aber gleichzeitig, die kunsthistorische Tradition der Nachahmung, indem sie mit Variationen und Details der Einzelmotive experimentiert.

Filigrane und zarte, mithilfe von dünnsten Farbstiften geschaffene Zeichnungen präsentiert die Berliner Künstlerin Kaja el Attar. Ihre kleinen Formate zeigen lebendige und empfindsame, zwischen abstrakten und gegenständlichen Motiven angesiedelte Formen von Fantasiewelten.

Peer Kriesel: Mascarade abstraite I-III, 100cm x 210cm, 2018

Inspiriert von komplexen Problemen der Gegenwart, hat der Berliner Künstler Peer Kriesel ein vielfältiges Œuvre geschaffen. Seine auf Leinwand, Papier oder als Übermalungen von weggeworfenen Papierobjekten wie Verkehrstickets und Eintrittskarten geschaffenen Fratzen und Wimmelbilder sind bewusst gedrängt, eine Explosion von Farben und Charakteren, welche auf den Überfluss an Informationen, Gewalt und Absurditäten hinweisen. In seinen Installationen entwickelt der Künstler diesen Ansatz kalligraphisch zu zeichnerischen Gebilden weiter, so dass sie Betrachter an Graffiti-Tags erinnern.

Peer Kriesel, Bubble, courtesy the artist

Die sehenswerten Arbeiten des Berliner Künstlers Ingo Schrader kreisen um das Thema Raum und seine Wahrnehmung und lassen einen Bezug zur Architektur erkennen. Der Grenzbereich zwischen zwei und drei Dimensionen wird ausgelotet, um dem Geheimnis von Raum auf die Spur zu kommen. Räumliche Illusionen, Spiegelungen oder Farbwirkungen beziehen den Betrachter als Akteur und Empfänger mit ein, erschließen sich meist erst in der Bewegung, in der Veränderung des Umgebungslichtes und machen so die Vielschichtigkeit und Subtilität der eigenen Sinneseindrücke bewusst.

Ronit Baranga, The Choir, courtesy Galerie Klose

Neben den Berliner Teilnehmern präsentiert die DISCOVERY ART FAIR Frankfurt eine Vielzahl internationaler Aussteller-Programme, wie das der renommierten Gallery Tableau aus der südkoreanischen Hauptstadt Seoul oder Arbeiten junger ukrainischer Künstler am Stand der Mironova Gallery aus Kiew, die ein unbändiger Wille auszeichnet, zu aktuellen Themen und Entwicklungen künstlerisch Stellung zu nehmen. Vereint mit etablierteren Positionen wie Günter Uecker, der bei Galerie Nieder zu sehen ist, Carole Feuerman (bei Galerie Klose) oder Mary Bauermeister (präsentiert von Galerie Rosemarie Bassi) ist es vor allem junge und aufstrebende aktuelle Kunst, die die Besucher der Entdeckermesse erwartet. Ob Arbeiten des vielerorts als Newcomer-Star gefeierten Sebastian Herzau (bei dieHO-Galerie), die als „lyrische“ Fotografie bezeichnete Kunst des Stuttgarter Fotografen Rechenmacher, die vielschichtigen und gesellschaftskritischen Werke des Frankfurter Künstlers Richard Reuys oder Urban Art von Eliot the Super und Paintre X – es gibt so viel Neues, was sich zu entdecken lohnt.

Carole A. Feuerman_Contemplation_Öl auf Kunstharz_Courtesy Galeire Klose
Sebastian Herzau, the great below, courtesy DIEHO-Gallery
Katrin Kampmann, Vergiss mich, wenn Du kannst!, courtesy Galerie Rother Winter

Discovery Art Fair Frankfurt – Die Entdeckermesse für zeitgenössische Kunst
2. – 4. November 2018 | Opening 1. November 2018
Forum Messe Frankfurt, Ludwig-Erhard-Anlage 1, 60327 Frankfurt am Main

Messetermin 2018

Freitag, 2. November bis Sonntag, 4. November
First Choice: Donnerstag, 1. November, 16:00 bis 18:00 Uhr (nur mit Einladung)
Opening: Donnerstag, 1. November, 18:00 bis 22:00 Uhr

Öffnungszeiten

Freitag – Samstag: 11:00 bis 21:00 Uhr
Sonntag: 11:00 bis 18:00 Uhr

Veranstaltungsort

Forum Messe Frankfurt
Ludwig-Erhard-Anlage 1
60327 Frankfurt am Main

Eintritt / Preise

Tagesticket: 15,00 € inkl. Katalog
Ermäßigt: 10,00 €
Opening: 15,00 € inkl. Katalog
Weiterer Katalog: 5,00 €

Freitag, 2. November freier Eintritt für Schüler und Studenten
Kinder unter 12 J. Eintritt frei
Der Zugang zur Messe ist barrierefrei

Weitere Informationen erhalten Sie unter
https://discoveryartfair.com/de/fairs/frankfurt/

art berlin 2018 -27.–30. September 2018

Erstmalig findet die art berlin in zwei Hangars des stillgelegten Flughafen Tempelhof statt, der als geschichtsträchtiger, zentral in der Stadt gelegener Ort, für vielfältige kulturelle Aktivitäten steht.

Rund 120 Galerien aus 21 Ländern bieten der internationalen Kunstwelt einen umfassenden überblick zeitgenössischer Positionen bis hin zu Werken der klassischen Moderne.
Dieses Jahr stellen in der Sektion Galleries mehr als 90 Galerien Highlights ihres Programms vor.

Valley of the Gods, Utah, 1977 © Wim Wenders, Courtesy of Deutsches Filminstitut, Frankfurt a. M.

Der neue Bereich Special Projects ist 28 Einzelpräsentationen und kuratierten Projekten vorbehalten, die den Galerien die Möglichkeiten bieten Künstler umfassender vorzustellen oder thematisch
gegenüberzustellen.

Die 90 Galerien der Sektion Galleries stellen Highlights aus ihrem Programm vor:
A Gentil Carioca**, Rio de Janeiro / Achenbach Hagemeier, Düsseldorf / Galerie Falko Alexander*, Köln / Alma*, Riga / Rolando Anselmi, Berlin / Art+Text*, Budapest / Piero
Atchugarry, Gazón / Balice Hertling, Paris / Bastian, Berlin / Guido W. Baudach, Berlin / Klaus Benden, Köln / Bo Bjerggaard, Kopenhagen / Blain|Southern, Berlin, London / Brutto Gusto, Berlin / Capitain Petzel, Berlin / Luciana Caravello**, Rio de Janeiro / carlier | gebauer, Berlin / Charim, Wien / Choi&Lager*, Köln / Clages*, Köln / Conradi, Hamburg, Brüssel / conrads, Düsseldorf / Cosar Hmt*, Düsseldorf / Crone, Wien / Dittrich & Schlechtriem, Berlin / Ebensperger*, Berlin, Salzburg / Edition Block, Berlin / Edmond, Berlin / Eigen + Art, Berlin, Leipzig / Emalin*, London / Kai Erdmann, Hamburg / fiebach, minninger, Köln / Filiale (Grässlin, Rüdiger & Webelholz), Frankfurt / Konrad Fischer, Berlin, Düsseldorf / Alice Folker, Kopenhagen / Freedman Fitzpatrick, Los Angeles, Paris / Fortes D’Aloia & Gabriel**, Rio de Janeiro / M + R Fricke, Berlin / Klaus Gerrit Friese, Berlin / Barbara Gross, München / Karin Guenther*, Hamburg / Michael Haas, Berlin
/ Reinhard Hauff, Stuttgart / Philipp Haverkampf, Berlin / Jochen Hempel, Berlin, Leipzig / House of Egorn, Berlin / Ikeda, Berlin, New York, Tokyo / Jahn und Jahn, München / Michael Janssen, Berlin / Jo van de Loo, München / Peter Kilchmann, Zürich / Kleindienst*, Leipzig / Klemm’s, Berlin / Klosterfelde Edition*, Berlin / KM*, Berlin / Sabine Knust, München / König, Berlin, London / Christine König, Wien / Kraupa-Tuskany Zeidler, Berlin / Bernd Kugler, Innsbruck / M. LeBlanc, Chicago / alexander levy, Berlin / Levy, Hamburg / Jörg Maaß Kunsthandel, Berlin / Martinetz*, Köln / Daniel Marzona*, Berlin / Hans Mayer, Düsseldorf / Mazzoli, Berlin / Meyer Riegger, Berlin, Karlsruhe / Mul.ti.plo Espaço Arte**, Rio de Janeiro / Tobias Naehring*, Leipzig / Nagel Draxler, Berlin, Köln / Neu, Berlin / neugerriemschneider, Berlin / Nicodim, Bukarest, Los Angeles / Niels Borch Jensen, Berlin, Kopenhagen / Nome*, Berlin / Nordenhake*, Berlin, Stockholm / Georg Nothelfer, Berlin / Alexander Ochs Private, Berlin / Opdahl, Stavanger / Osnova, Moskau / Plan B*, Berlin, Cluj / tanja pol*, München / Polansky, Prag / Berthold Pott, Köln / Produzentengalerie,
Hamburg / Katharina Maria Raab, Berlin / Petra Rinck, Düsseldorf / Roehrs & Boetsch*, Zürich / Nikolaus Ruzicska, Salzburg / Samuelis Baumgarte, Bielefeld / Deborah Schamoni, München / Aurel Scheibler, Berlin / Esther Schipper, Berlin / Rüdiger Schöttle, München / Michael Schultz, Berlin / Anita Schwartz**, Rio de Janeiro / Gabriele Senn, Wien / Setareh, Düsseldorf / Sexauer, Berlin / Slewe, Amsterdam / Société, Berlin / Soy Capitan*, Berlin / Sperling*, München / Sprüth Magers, Berlin, London, Los Angeles / paul stolper, London / Walter Storms, München / Luísa Strina**, Rio de Janeiro / Studio Picknick, Berlin / Tore Süssbier, Berlin / Tabari Artspace, Dubai / Bene Taschen*, Köln / Elisabeth & Klaus Thoman, Graz, Wien / Barbara Thumm, Berlin / Van Horn, Düsseldorf / Vivid, Rotterdam / Tanja Wagner*, Berlin / Barbara Weiss*, Berlin / Zak | Branicka*, Berlin / Zilberman, Berlin, Istanbul / Zink*, Waldkirchen * Special Project ** presented by Art rio/FGV Europe

art berlin im Flughafen Tempelhof
Hangar 5 + 6
Tempelhofer Damm 45, 12101 Berlin

U-Bahn U6 Paradestraße

Öffnungszeiten
27 September: 12–16 Uhr Preview, 16–20 Uhr Eröffnung
28+29 September: 11–19 Uhr
30 September: 11–18 Uhr

Tickets & Preise
Opening–Ticket: 36 € (gültig am 27. September von 16–20 Uhr)
Tagesticket: 18 € / Ermäßigtes Ticket: 12 € / Familienticket: 38 €

Führungen
Tägliche Führungen von Niche
Freitag, Samstag und Sonntag um 13 Uhr, 15 Uhr und 17 Uhr: 8 €
Buchung über: tours@artberlinfair.com oder vor Ort

www.artberlinfair.com
Facebook + Instagram + Twitter: @artberlinfair
#artberlinfair

Titel: Werner Berges, Eine oben, eine unten, 2012
Folie auf Karton, 102 x 146 cm
© beim Künstler / Nachlass | Fotograf: Dirk Masbaum, Hamburg | Courtesy: LEVY Galerie, Hamburg

POSITIONS Art Fair 2018 – DIE FÜNFTE

DIE FÜNFTE.
Vom 27. – 30. September 2018 präsentiert die POSITIONS Berlin Art Fair im Rahmen der Berlin Art Week 74 ausgewählte internationale Galerien mit ihren prägnantesten künstlerischen Positionen der zeitgenössischen und modernen Kunst.

Die Messe
Seit der Gründung der POSITIONS Berlin Art Fair im Jahr 2014 verfolgen die Organisatoren ein Konzept, dass eine formal klassische Messestruktur mit dem Anspruch verbindet, das Spektrum gezeigter Kunst in Berlin zu erweitern. Nicht nur zeitgenössische Kunst wird seitdem auf den Positions-Messen präsentiert, sondern auch jene der klassischen Moderne oder früherer Epochen. Etablierte künstlerische Positionen sind dabei neben Werken von jungen Künstlern zu sehen, Querverbindungen können sichtbar gemacht werden und die Besucher der Berlin Art Week werden zum Entdecken und Wiederentdecken eingeladen. In den Fokus gerückt wird vor allem die Qualität, Relevanz und Aktualität der präsentierten Kunst und mit ihr auch die wichtige und gute Arbeit der präsentierenden Galerien als Beobachter, Vermittler und Förderer.

Ziel der Messe ist es, herausragende Kunstwerke aus verschiedenen Zeitabschnitten zu zeigen und den Galerien einen möglichst einfachen Zugang zum Markt zu bieten. Auch junge Sammler werden dabei nicht ausgeschlossen und finden auf der POSITIONS Berlin Art Fair ein gutes Einstiegsniveau.

Entsprechend ergänzt werden die Ausstellungen in den Kojen durch ein umfangreiches Vermittlungsprogramm, das von Sammlergruppen über Institutionen bis hin zu normalen Messebesuchern und Kindern jeden individuell anspricht und mit einbezieht.

Next Stop: Tempelhof!
Für ihre fünfte Ausgabe zieht die POSITIONS Berlin in den Hangar 4 des Flughafens Berlin-Tempelhof, der als größtes Baudenkmal Europas, Ort der Berliner Luftbrücke und einem mehr als 50-jährigen zivilen Luftverkehr seit langem ein Symbol der Freiheit und eine Bühne für Weltoffenheit und internationalen Austausch ist. Im September wird er in einen Hotspot für Kunst verwandelt und mit seiner monumentalen Architektur und seiner bewegten Geschichte ein auratisches Umfeld für künstlerische Präsentationen bieten.
Verantwortlich für die Gestaltung der Messe zeichnet sich auch in der neuesten Location der POSITIONS Berlin Art Fair das Leise Design Studio aus Frankfurt am Main und garantiert ein klares, ästhetisches und dennoch unprätentiöses Erscheinungsbild, das auf die besondere Architektur des Hangars eingeht und den Besuchern eine leichte Orientierung garantiert, bei der die Kunst im Mittelpunkt steht.

Die Kunst.
Werke von mehr als 250 Künstlerinnen und Künstlern werden 2018 auf der POSITIONS Berlin Art Fair von Galerien aus Ländern wie Italien, der Schweiz, den USA, Kanada, China oder Deutschland präsentiert. Aus dem Baltikum reisen die (AV17) Gallery und die Meno Nisa Gallery aus Vilnius sowie Meno Parkas aus Kaunas und Maksla XO aus Riga an. In diesem Jahr neu als Aussteller dabei ist die Berliner Galerie Exgirlfriend mit Skulpturen des jungen spanischen Künstlers Mit Borrás und Installationen des Omsk Social Clubs, deren Arbeiten 2018 auch im
Gropius Bau und im Badischen Kunstverein zu sehen sind. Die Galerie Susanne Albrecht zeigt Gemälde der in Wien lebenden Künstlerin Michaela Ghisetti und Antonella Gattani Contemporary Art aus Bozen bringt neueste Arbeiten der Künstlerin Julia Bornefeld auf die Messe.
Junge Künstlerinnen wie Antje Zeiher und Viktoria Strecker werden von Judith Andreae aus Bonn vorgestellt. In der Koje der ebenfalls erstmals an der POSITIONS Berlin Art Fair teilnehmenden Galerie Rasche Ripken aus Berlin werden u.a. Werke von Jan Ros und Felix Dobbert zu sehen sein – letztere wurden in diesem Jahr bereits in den Hamburger Deichtorhallen gezeigt. Amorphe Skulpturen von Dorothea Reese-Heim präsentiert die Peking stammende XC.HuA Gallery und bei der Galerie Von&Von aus Nürnberg leuchten neueste Neonarbeiten von Gunda Förster. Während Arbeiten etablierter Künstler des 20. Jahrhunderts mit Sigmar Polke bei der Kölner Kunsthandlung Osper und mit Joseph Beuys, Georg Baselitz, Max Pechstein und Dieter Roth beim Kunsthandel Draheim aus Eltville zu finden sind, hat sich Alexander Kunkel aus München auf das 19. Jahrhundert spezialisiert. Zum Thema „Groteske“ zeigt er ausgewählte Arbeiten von Dodo, Otto Dix, George Grosz und anderen.

Wir verlosen 10 Gästelistenplätze für die POSITIONS!
Die Verlosung ist beendet. Die Gewinner werden per E-Mail informiert.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!

POSITIONS Berlin Art Fair
27.–30. Sept. 2018

Ort:
Flughafen Berlin-Tempelhof Hangar 4
Columbiadamm 10
10965 Berlin

Eröffnung: Donnerstag, 27. Sept. 2018, 17–21 Uhr

Reguläre Öffnungszeiten:
Freitag, 28. Sept. 2018, 13–20 Uhr
Samstag, 29. Sept. 2018, 13–20 Uhr
Sonntag, 30. Sept. 2018, 11–18 Uhr

Anfahrt:
U6: Platz der Luftbrücke
Bus 104, 248: Columbiadamm/Platz der Luftbrücke

Foto / photo: Oana Popa
Courtesy: Positions Berlin
POSITIONS Berlin Art Fair 2017, Arena Berlin

Absurde Routinen

Die thematische Ausstellung Absurde Routinen präsentiert Arbeiten von zehn internationalen zeitgenössischen Fotograf*innen, die sich auf unterschiedliche Weise mit Alltagsabläufen und deren überraschender Brechung beschäftigen. Obwohl die Settings der Bilder vertraut wirken, wird der Betrachter zugleich mit dem Unerwarteten, Unerklärlichen konfrontiert. Die stark narrativen Fotografien führen nicht nur die Absurdität vor Augen, die mechanisierten Verhaltensweisen innewohnt, sondern werfen auch Fragen nach dem Zustand einer leistungsorientierten Gesellschaft auf, in der effizientes Handeln an oberster Stelle steht. Auch die Kehrseiten des dauerhaften Funktionierens jedes Einzelnen werden beleuchtet – Müdigkeit, Überforderung und Kollaps.

Kuratiert von Hanna Dölle, Katherina Perlongo und Annika Turkowski
CUCO – curatorial concepts berlin e.V.

Absurde Routinen
Louis de Belle, Juno Calypso, Brooke DiDonato, Christoph Grill, Aleksey Kondratyev, Elisa Larvego, Sandra Lazzarini, Pierrick Sorin, Sebastian Stumpf, Ben Zank

Ausstellung 30.9.2018–3.2.2019

Zur Eröffnung der Ausstellung am Samstag, den 29. September 2018, um 17 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.
Die Ausstellung ist von 17 bis 21 Uhr geöffnet.

18 Uhr im Sudhaus
Begrüßung: Andreas Fiedler, Künstlerischer Direktor
Einführung: Hanna Dölle, Katherina Perlongo und Annika Turkowski, CUCO – curatorial concepts berlin e.V. (Gastkuratorinnen)

KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst
Am Sudhaus 3
12053 Berlin

Berlin Art Week – 26.–30.9.2018

Die siebte Berlin Art Week präsentiert vom 26.–30. September 2018 ein in seiner Vielfalt und Dichte einzigartiges Programm und macht die Hauptstadt erneut zum Treffpunkt der internationalen Kunstwelt. Zudem wird die Veranstaltungswoche mit Kunstprojekten im öffentlichen Raum das Berliner Stadtbild fünf Tage lang prägen.

Wenn in rund einer Woche die siebte Berlin Art Week beginnt, bieten zwei Kunstmessen, 15 Museen und Ausstellungshäuser, zwei Kunstvereine, ein Theater sowie 11 Berliner Privatsammlungen und 20 Projekträume ein umfangreiches Programm: Neben Ausstellungen, Performances und Preisverleihungen wartet die Berlin Art Week mit zahlreichen Sonderveranstaltungen sowie Führungsangeboten rund um die zeitgenössische Kunst und ihre Orte in der deutschen Hauptstadt auf und lädt die Besucher ein, aktuellen Themen und Entwicklungen nachzuspüren. Erstmalig wird die Veranstaltungswoche mit Mitteln des neuen Berliner Festivalfonds der Senatsverwaltung für Kultur und Europa gefördert. Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe begleitet die Berlin Art Week weiterhin als Ko-Förderer.

Zum zweiten Mal findet im Rahmen der Berlin Art Week die art berlin statt – ein sozusagen Nachfolger der art berlin contemporary. Die 2017 gegründete art berlin ist eine Kooperation der abc art berlin contemporary und der Art Cologne. Neben junger sowie etablierter zeitgenössischer Kunst gibt es auf der art berlin Kunst der Moderne zu entdecken.
Die diesjährige Ausgabe der art berlin findet vom 27. bis 30. September 2018 im Flughafen Tempelhof statt. Absender ist die koelnmesse, die scheinbar großen Druck auch auf den Berliner Kunstzirkus ausübte, so dass sie auch den Termin der Berlin Art Week vorzugeben schien. Eigentlich zwei Wochen früher angesetzt, haben die Veranstalter der Berlin Art Week und die Macher der POSITIONS Berlin Art Fair kurzerhand umdisponiert. Wir sind gespannt, ob sich das gelohnt hat.

Als Highlight findet wieder die schon angekündigte POSITIONS Berlin Art Fair statt. Eigentlich schon traditionell in der Berliner Arena in Treptow zieht sie dieses Jahr auch an den Flughafen Tempelhof in den Hangar 4 und ist somit direkter Nachbar der art berlin. Es ist aber wieder zu erwarten, dass sie als ehemalige PREVIEW Berlin – damals auch am Flughafen Tempelhof – ähnlich aufgeräumt und qualitativ hochwertig daherkommt. Wir freuen uns darauf!

Viele andere Kunstveranstaltungen hängen sich offiziell und inoffiziell an die Berlin Art Week in der Woche 26.–30. September 2018. Es gibt also viel zu entdecken!

art berlin
Flughafen Tempelhof
Hangar 5 und 6
Tempelhofer Damm 45
12101 Berlin

POSITIONS Berlin
Flughafen Tempelhof
Hangar 4
Columbiadamm 10
10965 Berlin

Alle offiziellen Veranstaltungen und Infos gibt es hier:
http://www.berlinartweek.de

Der Gönner – Die Sponsoren

Wer lebt mit und von der Kunst?

In der Kunst sind es oft die Ernergieversorger wie EON oder Banken, die kulturelle Veranstaltungen wie Kunstausstellungen unterstützen.

Wer Kunst-Sponsor ist, poliert sein Image auf. Es findet ein „Image-Transfer“ statt. Der Sponsor gibt zum einen das Geld, jedoch auch einen Teil seine Images an den Sponsornehmer ab. Dafür erhält er aber im Gegenzug das Image der Kunst. Kunst steht für Stil, Schönheit und Ästhetik sowie für Entdeckung und Freiheit.

Der Sponsor bekommt etwas für sein Geld.

Die Synthese von Altruismus und Egoismus formulierte Josef Abs, ehemaliger Vorstandssprecher der Deutschen Bank, 1981 in einem
FAZ-Beitrag zum Kunstengagement der Deutschen Bank trefflich so: „Die Kreditwirtschaft wie auch die Industrie oder private Mäzene haben das verständliche Bedürfnis, jenseits der Welt ihrer beruflichen Belange einmal Uneigennützigkeit zu üben, auf der anderen Seite aber auch den Wunsch, jenen Glanz, der von den schönen Künsten ausstrahlt, auf sich selbst zu lenken.“ (Kunst-Sponsoring durch Banken — Das Beispiel des Kunstkonzepts der Deutschen Bank AG von Professor Dr. Hans E. Büschgen, 1996)

Im Jahr 2007 war die Deutsche Bank zum ersten Mal Hauptsponsor vom Deutschen Pavillon der Biennale in Venedig und hatte ein so großes Spektakel veranstaltet, dass der damalige Auftritt der Künstlerin Isa Genzken in der Erinnerung vom Logo der Firma kaum mehr zu trennen ist. Hier färbt das Image der Weltoffenheit und das gute Gefühl, was man mit Kultur verbindet, auf den Geldgeber ab.

Wie viel Geld als Sponsoringmittel dafür zur Verfügung gestellt wurde ist geheim. Nur eines weiß man: Der Beitrag bewegt sich im oberen sechsstelligen Bereich. (Wer kann das bezahlen? von Swantje Karich, FAZ, 19.11.2008)

Nach eigenen Angaben, gab die Deutsche Bank 2007 weltweit 82,2 Millionen Euro für gesellschaftliches Engagement aus, davon entfielen 24 Prozent auf die Kunst. (Sponsoren bleiben der Kunst auch in der Krise treu, DerWesten, 27.11.2008, http://www.derwesten.de/nachrichten/kultur/2008/11/26/news-93944107/detail.html aufgerufen am 27.11.2008)

Einer IFO-Studie zufolge, förderten 1993 etwa 40 Prozent aller deutschen Unternehmen Kultur im weitesten Sinne und gaben dafür 1994 mindestens 500 Millionen DM aus, wovon auf den Finanzdienstleistungssektor inklusive Versicherungen rund 220 Millionen DM gleich 44 Prozent entfielen.  (Kunst-Sponsoring durch Banken — Das Beispiel des Kunstkonzepts der Deutschen Bank AG von Professor Dr. Hans E. Büschgen, 1996, S.2) Aktuelle Zahlen gibt es nicht. „Leider hat das ifo Institut keine aktuellen Veröffentlichungen zu diesem Thema anzubieten, die entsprechende Forschungsabteilung gibt es schon seit Jahren nicht mehr“, so Susanne Makedonski in einer E-Mail an den Autor.

Professor Dr. Hans E. Büschgen erklärt 1996 in seinem Vortrag „Kunst-Sponsoring durch Banken – Das Beispiel des Kunstkonzepts der Deutschen Bank AG“ warum gerade Firmen, die mit hohem Erklärungsaufwand ihre Komplexität vor ihrer Kundschaft erklären müssen, gerne Kunst fördern. „So verlangt die Bankleistung ab einer gewissen Komplexität einen überdurchschnittlich hohen Erklärungsaufwand, was insbesondere für innovative Finanzdienstleistungen zutrifft, was bewirkt, daß sie oft wie zumindest teilweise die zeitgenössische
Kunst als zunehmend undurchsichtige Sachverhalte empfunden werden.“ Weiter sagt er: „Charakteristisch für Bankleistungen ist das Nichtvorhandensein eines körperlichen Gutes nach dem Leistungserstellungsprozess. Die Immaterialität der Bankleistung induziert, daß sich Banken als Dienstleistungsunternehmen nicht – wie z.B. Konsumgüterhersteller – mit ihren Produkten visuell präsentieren können; ein objektbezogenes Marketing ist damit nicht möglich.“ Wenn die Unternehmung mit ihrer nicht leicht kommunizierbaren Dienstleistung die Nähe zur Kunst sucht und dies auch nach außen hin dokumentiert, kann das die „fehlende körperliche Darstellbarkeit der Bankleistung kompensieren.“ (Kunst-Sponsoring durch Banken — Das Beispiel des Kunstkonzepts der Deutschen Bank AG von Professor Dr. Hans E. Büschgen, 1996, S.7)
Das Komplexe wird nur am Rande wahrgenommen, bleibt aber positiv in Erinnerung. Gerade in Branchen, in denen starke Rivalitäten und hoher Konkurrenzdruck herrscht, können sich Unternehmen mittels der Kunst positiv von ihrem Wettbewerb abheben.

Stets wird von den Sponsoren aber darauf geachtet, dass die unterstützte Ausstellung oder die Kunst ein Mindestmaß an Zeitlosigkeit besitzt, um nicht ungewollt in eine bestimmte Ecke gedrängt zu werden. Es ist dem Sponsor ebenfalls wichtig, dass die unterstütze Veranstaltung zu der Corporate Identity, der Unternehmensphilosophie, passt. Jemand der für Modernität, Dynamik und Originalität sowie Verantwortungsbewusstsein steht, investiert er vielleicht Geld in junge Kunst, die eben solches auch ausdrückt.

Kunst ist beim Sponsoring nur Mittel zum Zweck. 1982 schreibt George Weisman, damaliger Vorstandsvorsitzender von Philip Morris: „Das fundamentale interesse der Wirtschaft an Kunst ist Eigeninteresse.“ (Weisman, George. Philip Morris und die Kunst. München 1982. zit. Dossi, Piroschka: Hype. Kunst und Geld. Deutscher Taschenbuch Verlag, München. 2007. 4. Auflage 2008, S. 96)

Kultursponsoring dient als Symbol. Brücken werden branchenübergreifend geschlagen und dienen dem Image-Transfer, der dem Sponsor, ohne dass er mit der anderen Branche etwas direkt zu tun hat, das positive Image des anderen überträgt. Folge ist die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit des anderen.
Besonders im Kultur- oder Kunstsponsoring unterstreicht das Unternehmen seine Intellektualität. So schreibt Büschgen: „Die Auseinandersetzung mit der Kunst sowie der Besitz von Kunstwerken signalisiert die Zugehörigkeit zu Gruppen von Gebildeten. Dies liegt mitunter in dem Sachverhalt begründet, daß Kunst sich besonders zur Demonstration von Kenntnis, Wissen und Urteilsfähigkeit eignet, bilden sich die Fähigkeiten zum Erkennen von Qualitätsmerkmalen bei Kunstwerken doch erst im dauernden Umgang mit Kunst heraus.“ (Kunst-Sponsoring durch Banken — Das Beispiel des Kunstkonzepts der Deutschen Bank AG von Professor Dr. Hans E. Büschgen, 1996, S.22)

Dadurch ist anzunehmen, dass Kunstsponsoren auf die Zielgruppe der gebildeteren Bevölkerung mit tendenziell höherem Einkommen abzielen, „da aufgrund der sozioökonomischen Merkmale hier ein stärker ausgeprägtes Kunstinteresse zu vermuten ist.“ (Kunst-Sponsoring durch Banken — Das Beispiel des Kunstkonzepts der Deutschen Bank AG von Professor Dr. Hans E. Büschgen, 1996, S.22) Große Banken erhoffen sich Kontakt zu den vermögenden Privatkunden, große Energieversorger hingegen auf mittelständische Unternehmen. Beide Zielgruppen sind durch kommerzielle Werbung eher schwer erreichbar und sind besonders betreuungswürdig. Durch Sponsoring kann Kontakt in einer „nicht-kommerziellen“ Situation oder einem Rahmen hergestellt werden.
Dies geschieht in der Kultur oft durch exklusive Eröffnungen, zu denen das Unternehmen ebenfalls seine Kunden exklusiv einladen kann. Im feierlichen Rahmen finden ungezwungen und in lockerer Atmosphäre Unterhaltungen statt. Sponsoring ist somit neben der Imagepflege eben auch Kundenpflege.

Die Angst vor finanziellen Kürzungen in den Krisenzeiten geht im Kulturbetrieb um, aber die Signale aus der Wirtschaft sind weiter positiv. So betont der Sprecher der Deutschen Bank, Klaus Winker: „Wir bleiben bei dem Level, das wir jetzt haben.“ Das kulturelle Engagement des Konzerns sei mittel- bis langfristig aufgebaut. (Sponsoren bleiben der Kunst auch in der Krise treu, DerWesten, 27.11.2008, http://www.derwesten.de/nachrichten/kultur/2008/11/26/news-93944107/detail.html aufgerufen am 27.11.2008) Jedoch ist allgemein anzunehmen, dass nun Projekte, die gefördert werden sollen, strenger unter die Lupe genommen werden. Außerdem widerspricht dem Sprecher der großen Bank das Gerücht, dass die Deutsche Bank plant, sich als Sponsor des Deutschen Pavillons in Venedig zur nächsten Biennale und der Kölner Art Cologne zurückzuziehen.
Angeblich standen diese Pläne jedoch schon Anfang des Jahres fest und haben nichts mit der Finanzkrise zu tun. (Wer kann das bezahlen? von Swantje Karich, FAZ, 19.11.2008)

Aber auch hier wird die Zeit der Krise und die damit zusammenhängenden Absprünge der Sponsoren als Chance für die Kunst gesehen. Nicolaus Schafhausen, Kurator des deutschen Beitrags in Venedig 2009, bestätigt, dass die Ausführung von Ausstellungen sich „in den vergangenen Jahren drastisch verteuert“ haben. Aber auch das Sponsoring produziere eigene Kosten. Die Eröffnungen werden pompöser und aufwändiger, immer mehr Einladungen würden verschickt und immer mehr Besucher herbeigeflogen. Gerade wegen dieser hohen Kosten kann heute keine Kulturveranstaltung mehr ohne Sponsor existieren. Wenn es weniger „Drumherum“ gäbe, würden die Kosten sinken und man könnte sich wieder auf die Kunst einlassen.

Aber auch den Privatleuten gibt Kunst und dessen Förderung eine Identität. Die Freunde der Nationalgalerie sind ein Verein, in dem sich meist Wohlhabende gegen einen Jahresbeitrag von 600 Euro pro Jahr das Image des Kunstliebhabers oder des Mäzens zulegen. „Am Anfang des Vereins der Freunde der Nationalgalerie standen Leidenschaft für die bildende Kunst, Lust am Wagnis und der Enthusiasmus, den Dieter Honisch und Peter Raue vor über 30 Jahren in den Gründungsmitgliedern ausgelöst haben“, so heißt es auf der Website des Vereins (www.freunde-der-nationalgalerie.de, aufgerufen am 29.11.2008)
Während im unternehmerischen Sinne die Förderung als „Sponsoring“ bezeichnet wird, hört man hier wohl doch lieber den Begriff des „Mäzens“. Das „Mäzenatentum ist die nach dem Römer Gaius Cilnius Maecenas (um 70 bis 8 v.Chr.) bezeichnete Förderung künstlerischer Tätigkeiten durch einen Gönner.“ Maecenas verschafft den Dichtern Horaz und Vergil die nötigen Schaffensfreiräume, so dass sie sich ganz und gar ihrem kreativen Potenzial widmen konnten. Bis heute prägt der Name das Fördern und Unterstützen des Kunstschaffenden.
Obwohl der Mäzen eigentlich ohne Eigennutz handelt, hat er doch Motive für die Förderung des Künstlers. Er demonstrierte damit schon damals Besitz und Macht und machte sich so zu einem Gönner.

Text aus der Diplomabschlussarbeit (2009) von Peer Kriesel
»Wie Kunst und Design aufeinandertreffen. Eine Studie über die Vermarktung von Kunst.«

paper positions berlin – 26.–29. April 2018

Neue Location: Kunstmesse paper positions berlin zieht nach Mitte

Die paper positions berlin findet in diesem Frühjahr zum zweiten Mal statt und zieht in den eindrucksvollen Lichthof des ehemaligen Telegraphenamtes in der Jägerstraße in Berlin-Mitte. Wie im letzten Jahr wird die Messe auch 2018 wieder parallel zum Galerienwochenende in Berlin veranstaltet.

Vom 26.–29. April 2018 zeigen 46 ausgewählte internationale Galerien aus 11 Ländern ihre wichtigsten Positionen aus zeitgenössischer und moderner Kunst mit Fokus auf dem Material Papier. Zu sehen sind Zeichnungen, Collagen, Scherenschnitte, Texte, Fotografien, Künstlerbücher und Objekte in einem offenen Ausstellungsformat.

Indem die Messe auf klassische Kojen verzichtet, wird der Charakter einer großen Gruppenausstellung unterstrichen. Die räumliche Gestaltung bietet den Besuchern in besonderer Weise sowohl einen offenen Überblick als auch die Möglichkeit, einzelne künstlerische Werke im gegenseitigen Dialog wahrzunehmen.

Die rund 1000 qm große Halle in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom liefert der paper positions berlin ideale Voraussetzungen für die erweiterte Umsetzung ihres Messekonzeptes.

Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom
Französische Straße 33a-c
10117 Berlin


Paper Positions Basel:
Neue Kunstmesse für Arbeiten auf Papier

Auf der Paper Positions Basel präsentieren vom 12.–17. Juni 2018 rund 30 ausgewählte internationale Galerien herausragenden Positionen zeitgenössischer und moderner Kunst mit Fokus auf dem Medium Papier. Im zentral gelegenen Ackermannshof werden Zeichnungen, Collagen, Scherenschnitte, Fotografien, Künstlerbücher und Objekte gezeigt. Die Paper Positions erweitert damit das Spektrum der in Basel gezeigten Kunst erstmals um diesen Schwerpunkt.

Die Veranstalter wollen, dass dieses besondere Genre innerhalb der Kunst auch in dieser so wichtigen Woche konzentriert in den Mittelpunkt gestellt wird. Dabei sollen jene Galerien und die von ihnen vertretenen Künstler eine Präsentationsmöglichkeit bekommen, die sich dem Medium Papier mit all seinen spezifischen Besonderheiten, seiner Fragilität und seiner enormen Vielseitigkeit widmen. Papier steht meist am Anfang des künstlerischen Schaffensprozesses und bietet das kleine, zarte Format ebenso wie die komplexe Collage oder die große Skulptur. All das soll die Paper Positions sichtbar machen.

Im Sinne ihres ganz auf die meist sensiblen Exponate zugeschnittenen Messekonzepts ohne klassische Kojen setzen die Organisatoren bewusst auf eine salonartige Situation mit fortlaufenden Ausstellungswänden. Ebenso unterstreicht die begrenzte Anzahl der Aussteller den Charakter einer großen Themenausstellung. Die räumliche Gestaltung bietet den Besuchern sowohl einen offenen Überblick als auch die Möglichkeit, sich einzelnen künstlerischen Werken unmittelbar zu nähern und sie im wechselseitigen Dialog wahrzunehmen.

Der Ackermannshof in der St. Johanns-Vorstadt im Zentrum, in fußläufiger Entfernung zur Art Basel und unmittelbarer Reichweite des Parcours ist für die erste Paper Positions Basel eine ideale Location, die darüber hinaus bereits seit Jahrhunderten mit dem Werkstoff Papier verbunden ist. Mit seinen Ursprüngen im 13. Jahrhundert und seiner bewegten Entstehungs- und Nutzungsgeschichte vereint der Gebäudekomplex architektonische Elemente verschiedenster Epochen. Einst als Fischerhäuschen begonnen, wurde der Ackermannshof in der Blütezeit des Baseler Buchdrucks zur Druckerei umgebaut. Nach zwischenzeitlicher Umnutzung führte ab der Mitte des 20. Jahrhunderts die Genossenschaft Volksdruck die Tradition weiter und für kurze Zeit hatte auch Künstler Dieter Roth hier Wohnung und Atelier.

Das Team der paper positions hat in den letzten Jahren bereits erfolgreich Kunstmessen in München und Berlin etabliert. Auch in Basel setzt es auf die Qualität prägnanter künstlerischer Positionen und lädt das internationale Publikum zum Entdecken und Wiederentdecken ein.

paper positions basel
12.–17. Juni 2018

Ackermannshof
St. Johanns-Vorstadt 19-21
4056 Basel
Schweiz

www.paperpositions.com

REVEALING – Ausstellung von Peer Kriesel

In der Soloausstellung „Revealing“ stellt Peer Kriesel seine Werke vom 9.3.2018 bis 6.4.2018 im mz project room maia zinc in Schöneberg aus. Zeichnungen, Malereien, Klecksereien und Übermalungen lassen den Betrachter im Innersten einer virtuellen urbanen Welt teilhaben.

„Autokorrektur“, Acryl auf Leinwand, 160cm × 240cm, 2018

Unter anderen Werken wird der Künstler eine sehr aktuelle großformatige Arbeit – „Autokorrektur“ (Diptychon, 160cm x 240cm) (Making-Of-Video), neue kleinformatige Arbeiten, wieder neue übermalte Fahrscheine sowie übermalte Air Berlin Tickets und die Arbeit „me so small“ präsentieren.


„Me so small“, Installation, 2017

Neu sind vor allem geometrische Formen, die in den Arbeiten dazugekommen sind und die die Figurenwelten teilweise zu verdecken scheinen, andere aber in den Vordergrund stellen. Der Betrachter wird nun mehr in das Bild hineingezogen und kann die neuen Elemente als Ruhepause für das Auge aber auch als schneidende Bedrohung der Figurenagglomerationen erleben.

Aufbruch I, Acryl auf Leinwand, 40cm × 30cm, 2018

Die geometrischen Elemente dienen als Stilmittel und bieten mehr Interpretationsraum für die Themenwelt des Datenüberflusses und der Digitalisierung, die den Künstler nach wie vor sehr beschäftigt.

Ausstellung: 9. März – 6. April 2018
Vernissage: 9.3.2018 | 19 – 22.00 Uhr

mz project room maia zinc
Projektraum und Galerie in Berlin-Schöneberg
Kyffhäuserstr. 16
10781 Berlin