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POSITIONS Berlin Art Fair 2020

POSITIONS Berlin Art Fair (2019), Foto: Clara Wenzel-Theiler

Vom 10.–13. September 2020 ist es endlich soweit und die Hangar 3 – 4 des Flughafens Berlin-Tempelhof werden für das Publikum zur auratischen Kulisse, um über 400 künstlerische Positionen aus mehr als 50 Ländern zu entdecken und wiederzuentdecken! Insgesamt 59 Galerien der POSITIONS Berlin Art Fair43 Galerien der paper positions.berlin und jeweils 20 Aussteller*innen bei den Special Guests photo basel/berlin und FASHION POSITIONS erwarten die Gäste in der großzügigen Location, die auch draußen auf dem vorgelagerten Rollfeld eine großzügige Veranstaltungsfläche an frischer Luft mit einer spektakulären Aussicht auf das Tempelhofer Feld bietet. 

Katharina Grosse, o.T., 2019, Acryl auf Papier, 76×56 cm, Einzelstück, photo credit Roman März, courtesy of KÖNIG GALERIE & the artist

Auf der paper positions.berlin werden bei der König Galerie u.a. Werke von Katharina Grosse gezeigt, die aktuell in der Ausstellung „It Wasn’t Us“ die historische Halle des Hamburger Bahnhofs in ein expansives Bild verwandelt. Ihre oft raumgreifenden Arbeiten kreieren multidimensionale Bildwelten, in denen Wände, Decken, Objekte und ganze Gebäude und Landschaften mit leuchtenden Farben überzogen sind. Die Galerie Inga Kondeyne zeigt auf der paper positions.berlin zudem Werke von Hanns Schimansky, der zu den interessantesten und bedeutensten Zeichnern Deutschlands zählt. In umfangreichen, monografischen Museumsausstellungen überrascht er seit 1990 (Neue Nationalgalerie, Berlin) auch international immer wieder damit, neue zeichnerisch assoziative Felder auszuloten.

Joana Buchowska s.p.oz. Papier und Acryl auf Leinwand, 2019, 40 x 40 cm, courtesy of Galerie Martin Mertens & the artist

Am Stand der Berliner Galerie Martin Mertens werden einige Arbeiten von Joana Buchowska und Peer Kriesel zu sehen sein. In seinen Übermalungen geht es um den Wandel und die Beschleunigung der Kommunikation.

Peer Kriesel, Blatzheim, 2020, Aquarell/Pigmenttinte auf Papier (Post um 1915), 14cm × 9cm, courtesy of Galerie Martin Mertens & the artist

In der „Achim“-Serie übermalt der Künstler alte Postkarten, Schriftstücke und Papiere. Sie erzählen eine persönliche aber auch vergessene Geschichte – auf alten ästhetisch spannenden Unter- und Hintergründen entstehen im Kontrast neue Figuren und eine Welt aus der heutigen Zeit.
Neben alten Postkarten aus der Familie sind die Papiere und Untergründe auch aus einer Zeit der Kriegsgefangenschaft während und nach des 2. Weltkriegs. Hierbei spielen vor allem die Art der Kommunikation und die Gefühle, die in dieser Zeit damit zusammenhängen für Kriesel eine besondere Rolle. Hoffnung, wann man endlich freikommt, Ängste über Angehörige und das alles analog per Feldpost, die Wochenlang unterwegs war und es heute eh wie ein Wunder erscheint, dass diese den Empfänger erreicht hat. Antworten dauerten dann ebenso lange und waren auf kleinen Postkarten auch nur so kurz wie heutige Twitternachrichten.

Majla Zeneli, untitled, 2019, collage with mezzotint prints, 12,5 X 9,4 cm, courtesy of Jarmuschek + Partner & the artist

Die Galerie Albrecht zeigt auf der POSITIONS Berlin Art Fair u.a. Werke von Chen Ruo Bing, dessen Bilder sich zu farbigen Lichträumen entwickeln. Er bannt das immaterielle Licht, das scheinbare Nichts, in dünn auf die rohe Leinwand gemalten Farben, die bei längerem Hinsehen wieder entmaterialisiert wirken. Poetische Collagen der Künstlerin Majla Zeneli werden als Teil der paper positions.berlin bei Jarmuschek + Partner zu entdecken sein. Die in Albanien geborene Künstlerin bedient sich der Mezzotinto-Radierung, einer Jahrhunderte alten Technik zur graphischen Interpretation und anschließenden Reproduktion eines fotografischen Motivs.

Jeff Conefry, Flatland Monster, 2017 – 2019, cast acrylic paint on wood with hinges, 32 x 32 x 28 cm, courtesy of X-Pinky & the artist

Jeff Conefry ist ein reduktiver Maler, der in Brooklyn, NY, lebt und arbeitet und bei X-PINKY auf der POSITIONS Berlin Art Fair präsentiert wird. Der Künstler arbeitet mit traditionellen Materialien auf innovative Weise und schafft Werke, die den Raum zwischen Improvisation und Vorurteil ausloten. Er erforscht in erster Linie die „Objekthaftigkeit“ der Malerei dreidimensionaler Werke. Der ungarische Künstler Árpád Forgó, zusehen bei der Galerie Biesenbach auf der POSITIONS, schafft geometrische und formal reduzierte Skulpturen und Wandobjekte, die durch Verfahren wie chirale Symmetrie, Rotation und Verschiebung entstehen.

Es wird also spannend und es wird viele interessante Positionen zu sehen und damit Kunst mal wieder live zu erleben sein!

Öffentliche Besuchertage

Freitag, 11. September 2020 
VIP Hours (nur für Inhaber*innen der VIP-Karte): 12 – 14 Uhr
Reguläre Öffnungszeiten in zwei Slots: 14 – 17 Uhr und 17 – 20 Uhr

Samstag, 12. September 2020
VIP Hours (nur für Inhaber*innen der VIP-Karte): 12 – 14 Uhr
Reguläre Öffnungszeiten in zwei Slots: 14 – 17 Uhr und 17 – 20 Uhr

Sonntag, 13. September 2020
VIP Hours (nur für Inhaber*innen der VIP-Karte): 11 – 13 Uhr 
Reguläre Öffnungszeiten: 13 – 18 Uhr

www.positions.de

www.paperpositions.com

GASAG Kunstraum: „Inszenierung trifft Zufall“ von Christoph Rode

Ausstellung: 23. Juli – 23. Oktober 2020

Der Vorhang ist gefallen, der Zuschauerraum leer. Doch zwischen den Kulissen regt sich etwas: Die rätselhaften Tableaus von Christoph Rode entführen den Betrachter in eine theatralische Welt. Nichts scheint real, alles aber obskur, wie eine verlassene, nächtliche Bühne. Dabei durchdringen sich in den zwielichtigen Panoramen gegensätzliche Sphären: Innen- und Außenraum sind hier zu paradoxen „Biotopen“ verbunden. Bürgerliche Wohnzimmer verschmelzen mit Waldidyllen zu einer Melange deutscher Befindlichkeit. Bevölkert werden diese surrealen Habitate von grotesken Bewohnern, die im wahrsten Sinne kopflos durch die Räume spuken. Ohne individuelle Züge handelt es sich weniger um Charaktere als vielmehr um Typen, die als getriebene Akteure oder orientierungslose Statisten Teil eines undurchschaubaren Spiels sind. Es liegt etwas Traumwandlerisches in den Inszenierungen, deren additive Elemente wie die Kulissen eines verstörenden Bühnenbilds wirken. Der Eindruck der Assemblage wird noch durch eine collagenhafte Malerei gesteigert. In der Zusammenschau zeigen sich aber die stringenten Kompositionen des Künstlers, die alles andere als zufällig sind.

https://www.gasag.de/unternehmen/nachhaltigkeit/berlinpartner/kultur/gasag-kunstraum

Götz Schramm

copy and paste

Pusheen

Memes sind ein Phänomen unserer Zeit. Aus finstersten Ecken wie dem Imageboard 4chan haben sich diese dezentral organisierten Spaßbildchen längst in den absoluten Mainstream gemausert und werden mittlerweile auch von millionenschweren Unternehmen zu Werbezwecken verwendet. Als Teil der Remixkultur zitieren sie alles, was sich irgendwie im Internet darstellen lässt, was in aktuellen Debatten vor allem Urheberrechtsfragen aufwirft. Aus den finsteren Ecken haben sie sich aber nie wirklich emanzipiert. Auf 8chan, einer rechtsradikal verschärften Version von 4chan, kann man das gut sehen. Anne-Frank-Pornografie steht hier neben rassistischen, sexistischen, antimuslimischen und antisemitischen Gewaltfantasien. Für einen Witz geht man dort über Leichen. Wer sich verletzt fühlt, ist ein Spaßverderber. Hier artikuliert sich eine vornehmlich weiße und männliche Gemeinschaft, die gerne Computerspiele spielt und sich von dem linken Mainstream abgespalten fühlt.

Ich bin neu in der Hamburger Schule

Rechtesxtremisten rekrutieren ihre Anhängerschaft anonym in weitgehend unkontrollierten Computerspielchats. Das hat alles auch insofern Brisanz, als dass der Attentäter von Christchurch einen Link zu einem Livestream seinem von diesen Memes inspirierten Anschlag auf eben dem Imageboard 8chan postete. „Subscribe to Pewdiepie“ sagte der Mann kurz vor seinem Attentat und griff damit ein zu dieser Zeit ein nicht nur in rechten Kreisen beliebtes Meme auf. Die Grenzen von Spaß und Ernst, Medium und Zuschauer, Legalem und Illegalem, Original und Kopie vermengen sich hier auf eine Weise, die in dieser Erscheinungsform ein historisches Novum ist. Fluide sind auch die Übergänge, wenn diese Bilder aus dem Sud dieser Imageboards auf Facebook auftauchen, wo man mit dem Löschen dieser Massen fragwürdiger Inhalte nicht mehr hinterherkommt. Es ist nicht immer klar, welche Inhalte rechts und welche es nicht sind. Die neue Rechte in Deutschland macht sich diese Ambivalenz zunutze und bedient sich längst Memes als eines einfachen Kommunikationsmediums, auf dem unter dem Deckmantel des Spaßes radikale Ideen unter die Leute gebracht werden.

Zeige Deine Wunde

Der Künstler Götz Schramm greift dieses Thema in der Ausstellung „copy and paste“ auf. In seinen Bildern kommen sie alle wieder: Pepe the Frog, Grumpy Cat, ein Pizza essender Katzensticker, das Gif eines vermenschlichten Hundes, der vor einem Laptop sitzt. Doch statt, wie es naheliegend wäre, digitale Collagen herzustellen, malte er diese Bilder akribisch mit der Hand. Der betriebene Aufwand steht auf dem ersten Blick in keinem Verhältnis zum Resultat. Warum diese Mühe? Götz Schramm geht es eben nicht nur um Memes. Er stellt bewusst Bezüge zur abendländischen Denk- und Kunsttradition her. Das lässt sich am Bild „Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik“ zeigen. Pepe the Frog, Sinnbild für die neurechte Wählerschaft Donald Trumps, hält Händchen mit Grumpy Cat. Diese Köpfe wurden den zwei Personen in Friedrich Overbecks „Italia und Germania“ aufgesetzt. Overbeck (1789-1869) idealisierte, ganz der romantischen Tradition folgend, das Mittelalter als Ort des Unbedingten, das den Romantikern im Zuge der Rezeption der Schriften Kants und Fichtes verlorengegangen war. Es war auch die romantische Schule, aus dessen Geist, zunächst in demokratischer Absicht, sich die Idee eines deutschen Nationalstaats gebar, die im Mittelalter und der deutschen Kulturgeschichte nach einer nationalen Identität suchten. Die sich gerade etablierende Germanistik machte sich  zum Beispiel genau das zur Aufgabe. Die Rückbesinnung auf angeblich bessere Zeiten in der Vergangenheit und die Suche nach einer Kulturnation Deutschland in der Romantik schafft eine Verbindung zur Gestrigkeit der neuen Rechten. Ganz der Remixkultur der Memes folgend, vermischt Schramm aktuelle Tendenzen mit historischen Entwicklungslinien. Diese Remixmethode zieht sich durch die ausgestellten Werke Schramms. Die Karl Marx Büste in Chemnitz trifft auf E.T., den Außerirdischen. Die Enten des Albumcovers von Tocotronics „Es ist egal, aber“ wackeln neben Goethe aus Tischbeins „Goethe in der Campagna“. Wenn sie sich nicht gerade zufällig vor idealisierten Mittelalterschlössern aufhalten, scheinen sie in einem unwirklichen Farbraum losgelöst herumzuschweben.

doggo

Wäre es nun so, dass Schramms Bilder lediglich ein Steigbügelhalter für politische Botschaften sind, stünde die Frage im Raum, warum er sich die Mühe machte, statt einer schriftlichen politischen Botschaft überhaupt Bilder zu malen. Schramms Bilder gehen aber darüber hinaus, sind immer mehr als nur Botschaft. Dafür stehen unter anderem die Bilder „Still einer Doggo-Gif“, „Sticker der Pizza-Pusheen auf Photoshophintergrund“ und „Gerendertes Zirkumflex“. In ihnen nähert er sich wahrnehmend der digitalen Bildfläche an, probiert verschiedene analoge Darstellungsweisen aus und erkundet somit den virtuellen Raum. Diese Erkundungen computergenerierter Welten sind eine Dimension, die über das Politische hinaus in allen Bildern Schramms eine zentrale Rolle spielt.

Text: Joshua Schößler

Götz Schramm, 1983 in Potsdam geboren, studierte von 2008 bis 2015 Kunst an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, wo er Meisterschüler von Prof. Else Gabriel war. Er ist Teil der Künstlerkollektive Sorgen (International) sowie Algoist. Schramm lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.

Galerie Anton Janizewski präsentierte Arbeiten von Götz Schramm in einer Ausstellung vom 17.05.2019 bis 20.06.2019 in Berlin.

Galerie Anton Janizewski
Goethestraße 69
10625 Berlin-Charlottenburg

Wycliffe Mundopa & Gresham Nyaude: DAY & NIGHT – 5. Juli – 10. August 2019

GNYP Gallery freut sich, die neue Gruppenausstellung Day & Night von Wycliffe Mundopa & Gresham Nyaude im Galerieraum der Knesebeckstraße 96 in Berlin zu präsentieren. Die Eröffnung findet am 5. Juli 2019 von 18 bis 21 Uhr statt.

Wycliffe Mundopa, Eat and be eaten Part 1, 2019, oil and fabric collage on canvas, 150 x 120 cm

Die Ausstellung ist bis zum 10. August 2019 zu sehen.
Die afrikanischen Künstler Wycliffe Mundopa und Gresham Tapiwa Nyaude, die beide in Simbabwe leben und arbeiten, reflektieren in ihren farbenfrohen expressiven Gemälden die Auswirkungen ihrer Umgebung, die den Betrachter mit Themen wie Armut, Gewalt, Prostitution und soziale Klassifizierung von Menschen konfrontieren. Auch wenn beide Künstler ähnliche Themen haben, gehen sie unterschiedlich damit um: Mundopas Kunstwerke konzentrieren sich auf das dynamische Leben der afrikanischen Frauen und ihre unterschiedlichen Rollen im Spannungsfeld von Tradition und Moderne sowie auf Kinder, die aufgrund wirtschaftlicher Belastungen zu früh erwachsen werden. Nyaude’s Figuren hingegen widersetzen sich einer konkreten Charakterisierung und Identität. Seine Bilder
pendeln zwischen Figuration, Abstraktion und Halluzination.

Mundopas und Nyaudes Arbeiten wurden in ihrer Heimatstadt sowie in Südafrika, Australien und Großbritannien, den USA, Hongkong, Australien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden sowie vielen weiteren Ländern ausgestellt.

GNYP
Knesebeckstr. 96
10623 Berlin

www.gnypgallery.com

Project ON #6 – ERINNERUNG AN DIE KOREANISCHE TEILUNG

Gegenwärtig wird weltweit mit großem Interesse verfolgt, wie sich die Beziehungen zwischen Süd- und Nordkorea weiterentwickeln. Auch in der südkoreanischen Kunstszene steht die Situation auf der koreanischen Halbinsel im Fokus, angefangen mit dem „REAL DMZ“-Projekt, dem Motto der Biennalen von Gwangju und Busan im Jahr 2018 sowie verschiedenen Kunstprojekten, die die koreanische Teilung behandeln. Anlässlich des 30. Jahrestags des Mauerfalls im Jahr 2019 besteht auch in Deutschland ein sowohl direktes als auch indirektes Interesse an der gegenwärtigen Lage auf der koreanischen Halbinsel. Das Thema des öffentlichen Ausschreibungsprogramms des Koreanischen Kulturzentrums folgt ebenfalls dieser allgemeinen Interessenlage. Dennoch wirft es eine etwas andere Fragestellung auf und möchte sich der koreanischen Halbinsel und der damit zusammenhängenden Welt annähern. Wie werden wir in unserem Lebensraum und –alltag an Nordkorea und die Realität der Teilung erinnert? Durch dieses Ausstellungsprojekt möchten wir einen Dialog darüber anstoßen, an welchem Ort und in welcher Form wir nach der Teilung leben, und an welchem Ort und in welcher Welt wir in der nahen Zukunft leben wollen.

„Die DMZ ist ein politisches Faktum und eine Landschaft, in der sich Traumata, Verlust, Schmerz, Zeitlichkeit, Gewalterfahrung einer ganzen Nation bündeln und künstlerische Reflexionen zu politischen und kulturellen Themen herausgefordert werden. Heimat, Familie, Exil, Landschaft, Orte, Verlust, Zugehörigkeit, Würde, Solidarität und Neuanfang wirken von hier aus in die gesamte Gesellschaft hinein und haben nachfolgende Generationen nachhaltig beeinflusst. Es werden künstlerische Vorschläge und Konzepte gesucht, die die Erinnerungen der Vergangenheit vor dem Vergessen oder Verdrängen bewahren, zugleich aber aus diesen schmerzlichen Erinnerungen und Erfahrungen Vorschläge aufzeigen, welche die Gegenwart in modernen Gesellschaften zu gestalten vermögen. Es werden künstlerische Werke ausgewählt, die eine angemessene Form von Erinnern und Bezeugen herausarbeiten und eine Rückeroberung der Zukunft andeuten.“
– Dr. Britta Schmitz

Ausstellungszeitraum: 19.07.2019 – 31.08.2019

Kuratorin: Ka Hee Jeong

Künstler*Innen:  Yunsun Jung (Korea), Jinran Kim (Korea), Yuyang Liu (China), Claudia Schmitz (Deutschland), Susanna Schoenberg (Italien), Tzusoo (Korea)

Eröffnung: 18.07.2019 (Do), 19.00 Uhr

gallery damdam
Koreanisches Kulturzentrum
Kulturabteilung der Botschaft der Republik Korea
Leipziger Platz 3, 10117 Berlin

transformart #3 – zeitgenössische Kunst in historischen Hallen

Die Ausstellung in den Rathenauhallen an der Spree verspricht wieder interessante Aus- und Einblicke in die zeitgenössische Kunst. In diesem Jahr haben sich besonders viele Künstlerinnen und Künstler mit Ausstellungskonzepten beworben, die sich in der teils imposanten Industriearchitektur stark positionieren werden und den Hallen ganz neue Ausstrahlung verleihen werden.

Die Besucher können sich auf großformatige Arbeiten und raumgreifende Objekte und Installationen freuen, aber auch auf interessante künstlerische Positionen zu Malerei und Fotografie. Transformart ist als Plattform gedacht, genreübergreifend Kunstwerke und Kunstschaffende zu verbinden. Mit der neuen Ausstellung sind die Organisatoren an dieser Konzeptidee so nah dran wie noch nie. Spannend sind die fließenden Übergänge von Hallenarchitektur zur Kunst und von Kunstrichtung zu Kunstrichtung allemal. 

Claudia Borowsky

Aus nur einem Blatt Papier faltet die 1977 in Peine geborene Bildhauerin Claudia Borowski ungemein ausdrucksstarke Köpfe. Ohne Reißen oder Schneiden, ohne Bemalen oder Bedrucken entstehen Portraits wie aus einem Stein gestemmt und doch unendlich zart und leicht. Der heute in Freiburg lebenden Künstlerin ist der kleinste Notizzettel ebenso Arbeitsmittel wie jedes andere Papierstück, stets lotet sie die Grenzen des Materials, der verwendeten Technik und der Minimalisierung aus.

Thomas Fischer

Suchend, sammelnd, verbindend entwickelt der 1964 in Bochum geborene Berliner Maler Thomas Fischer seine Bilder. In einem additiven Verfahren verbindet der Künstler abstrakte und konkret geordnete Fragmente, führt zusammen, verschmelzt, markiert Brüche und Schnittstellen und stellt neu entstandene Verkettungen immer wieder in Frage. Seine Werke visualisieren diesen offen gehaltenen Prozess, der sowohl inhaltlich als auch strukturell eine Vielzahl von Deutungen zulässt.

Öffnungszeiten:
Eröffnung Mittwoch 19.00 bis 22.00 Uhr
Donnerstag, Freitag, Samstag 14.00 bis 22.00 Uhr
Sonntag 14.00 bis 19.00 Uhr

Eintritt: 5,- € / pro Tag – Kinder bis einschl. 15 Jahre frei

https://transformartfest.de

paper positions berlin: Papier als künstlerisches Medium

Die Kunstmesse paper positions berlin präsentiert vom 25. – 28. April 2019 parallel zum Galerienwochenende in Berlin internationale künstlerische Positionen mitten in der Hauptstadt. Im historischen Lichthof des ehemaligen Telegraphenamtes, der heutigen Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom, zeigen 48 Galerien aus 11 Ländern die Vielfalt des künstlerischen Mediums Papier. Vertreten sind Galerien aus Deutschland, Südafrika, Polen, Österreich, Schweiz, Niederlande, Lettland, USA, Israel, Thailand und China.

paper positions berlin 2018 | Foto: Clara Wenzel-Theiler

Das breite Spektrum der „works on paper“ zeigt sich in Zeichnungen, Collagen, Objekten, Fotografien, Künstlerbüchern, Autographen, Druckgrafiken und vieles mehr aus Papier. Die spezielle Ausrichtung der Messe verspricht besondere Entdeckungen und Wiederentdeckungen, während das unkonventionelle Ausstellungskonzept sowohl einen Überblick über zumeist moderne und zeitgenössische Kunst bietet und gleichzeitig eine erfrischende und entspannte Kunstrezeption ermöglicht.

paper positions berlin 2018 | Foto: Clara Wenzel-Theiler

Zahlreiche Neuzugänge

Die positive Ausstellerresonanz der letzten Jahre und der diesjährige Bewerberansturm bekräftigen die Idee des spezialisierten Messekonzepts und zeigen außerdem einmal mehr, wie wichtig die Teilnahme an einer Kunstmesse für viele Galerien ist.

Dieses Jahr in Berlin neu dabei sind u.a. Slag Gallery (New York), Maus Contemporary (Birmingham, USA), Le Salon Vert (Genf), Livingstone Gallery (Den Haag), Engelage & Lieder (Düsseldorf), Kunsthandel Hagemeier (Frankfurt am Main), Galerie Martin Kudlek (Köln), Ira Stehmann Fine Art (München), Galeria Szydłowski (Warschau), Galerie Heike Strelow (Frankfurt am Main), FeldbuschWiesnerRudolph (Berlin) und Malte Uekermann Kunsthandel (Berlin).

Erste Highlights

Entdecken und Wiederentdecken ist die Perspektive mit der die Künstlerpositionen ausgewählt werden. Vertreten sind daher Werke namenhafter Künstler wie Emil Nolde, Joseph Beuys, George Grosz, Max Beckmann, Ernst Ludwig Kirchner, Leo ErbGeorg Karl Pfahler, Rainer Fetting oder Julian Opie. Aber auch viele aufregende Nachwuchspositionen wie beispielsweise eine Einzelpräsentation der jungen Künstlerin Hell Gette, Werke der Portugiesin Mafalda Figueiredo, Collagen von Saba Niknam und Milen Till oder minimalistischen Farbzeichnungen der Künstlerin Ksenija Jovišević werden zu sehen sein.

paper positions berlin 2018 | Foto: Clara Wenzel-Theiler

Messekonzept und Location

Die rund 1000 qm große Halle in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom liefert der paper positions berlin ideale Voraussetzungen für ein offenes Messekonzept. Indem die paper positions auf klassische Kojen verzichtet, wird der Charakter einer großen Gruppenausstellung unterstrichen. Die räumliche Gestaltung bietet den Besuchern in besonderer Weise sowohl einen offenen Überblick als auch die Möglichkeit, einzelne künstlerische Werke im gegenseitigen Dialog wahrzunehmen.

paper positions berlin
international art fair for works on paper
25. – 28. April 2019

Deutsche Telekom Hauptstadtrepräsentanz                              
Französische Straße 33a-c, 10117 Berlin

BEHIND THE SCENCES    
Mittwoch, 24. April 2019, 18 – 21 Uhr
PRESS BREAKFAST       
Donnerstag, 25. April 2019, 10 – 12 Uhr
PROFESSIONAL PREVIEW  
Donnerstag, 25. April 2019, 14 – 17 Uhr        
OPENING              
Donnerstag, 25. April 2019, 17 – 20 Uhr

ÖFFNUNGSZEITEN  
Freitag, 26. April 2019, 13 – 20 Uhr                                  
Samstag, 27. April 2019, 13 – 20 Uhr                                  
Sonntag, 28. April 2019, 11 – 18 Uhr