Sweet

SWEET – eine Ausstellung zusammen estellt von Axel Anklam und Jan Muche.

sweetMit:

  • Alexandra Baumgartner
  • Thomas Rentmeister
  • Miriam Vlaming
  • Jochen Görlach
  • Andreas Golder
  • Eckart Hahn
  • Marc Fromm
  • Oliver Mark
  • Jan Muche
  • Axel Anklam
  • Dan Devening
  • Katerina Belkina
  • Christian Hoischen
  • Tanja Rochelmeier
  • Thomas Henninger
  • Thorsten Brinkmann
  • Ernie Luley Superstar

Laufzeit: 17.6. – 3.7. 2016

geöffnet Samstags von 15 – 17 Uhr und nach Rücksprache

SCHAU FENSTER
Raum für Kunst
Lobeckstr. 30-35 – 10969 Berlin

www.schau-fenster.info

Erwin Wurm: Bei Mutti – Ausstellung 15.4. – 22.8.2016 in der Berlinischen Galerie

Erwin Wurm, The Idiot III (One Minute Sculpture), 2010, © Erwin Wurm, VG BILD-KUNST Bonn, 2016 , courtesy: Galerie Thaddaeus Ropac, Salzburg, Paris, Foto: Studio Erwin WurmErwin Wurm, einer der größten Künstler unserer Zeit, ist mit seinen Arbeiten ab April 2016 in Berlin zu sehen!

Der österreichische Künstler Erwin Wurm (*1954) war 1987 als Stipendiat des DAADKünstlerprogramms in Berlin. In diese prägende Phase fällt eine grundlegende Veränderung seiner künstlerischen Arbeitsweise: Er beginnt, die Grenzen zwischen Skulptur, Objekt und Performance auszuloten. Erwin Wurm wird nun erstmals in einer monografischen Ausstellung in einem Berliner Museum präsentiert.

Die Präsentation in der Berlinischen Galerie stellt zentrale Werkbereiche vor, darunter jüngst entstandene Arbeiten. Im Mittelpunkt steht der menschliche Körper, dessen skulpturales Potenzial und Wurms partizipatorischer Ansatz, den Betrachter zu einem Teil seines Kunstwerkes werden zu lassen.

Ausgangspunkt der Ausstellung „Bei Mutti“ ist das Narrow House, ein Nachbau von Wurms Elternhaus in Bruck an der Mur in der Steiermark, gestaucht auf die Breite von 1,10 Meter. 2011 war dieses surreal anmutende Haus auf der Biennale in Venedig zu sehen.

Der Künstler macht das typische Einfamilienhaus mit Satteldach zu einer begehbaren Skulptur, die den Besucher die bürgerliche Wohnkultur der Nachkriegszeit, aber auch die buchstäbliche Enge und Spießigkeit der Provinz physisch erleben lässt. Detailgetreu ausgestattet, inklusive einiger Reproduktionen von Familienfotos, verbindet sich der Besuch des Hauses mit der kollektiven Erinnerung mehrerer Nachkriegsgenerationen, ohne jedoch denunziatorisch zu sein.

In seinen One Minute Sculptures, die seit 1997 entstehen, fordert Wurm den Skulpturbegriff radikal heraus. Die skulpturalen Interventionen wirken oft wie kleine Theaterstücke: Es handelt sich um Kurz-Performances, bei denen Personen mit Aufgaben und Gegenständen kämpfen, die ihnen der Künstler mittels einer Handlungsanweisung aufgibt. Menschen, die sich in den Ärmeln dicker Wollpullis verlieren, sich in Stuhlbeine verkeilen, die versuchen, sich auf Tennisbälle zu legen oder in grotesker Weise auf einem Sofa zu sitzen, ja mit diesem eins zu werden. Die One Minute Sculptures zeugen von Wurms intensiver Beschäftigung mit Philosophie und verdeutlichen den performativen Ansatz seiner Kunst. Kritische Auseinandersetzungen mit der Kunstgeschichte finden sich ebenso wie sarkastische Kommentare zum Katholizismus und zum zeitgenössischen Körperkult. Ein Dutzend dieser meist auch augenzwinkernden und geistreichen Dramolette ist in der Treppenhalle der Berlinischen Galerie zu erleben. Erwin Wurms theatralskulpturale Rauminszenierungen sind humorvoll, überraschend, skurril – einerseits hintergründig, andererseits mit leichter Hand inszeniert. Lustvolle, sinnliche Werke, die erst durch die Partizipation der Betrachter komplettiert werden.

Die Ausstellung widmet sich mit rund 80 Arbeiten darüber hinaus erstmals ausführlich dem zeichnerischen Werk Erwin Wurms, das vor allem die Entstehung der One Minute Sculptures begleitet und ergänzt. Das kleine kompakte Buch Von Konfektionsgröße 50 zu 54 in acht Tagen handelt von einem Verwandlungsprozess. Mit knappen Instruktionen, Speiseplänen und Rezepten fordert es uns auf, unser Körpervolumen in acht Tagen um ein beträchtliches Maß zu steigern. Der eigene Körper wird zum skulpturalen Ausgangsmaterial und treibt so die Ansätze aus den One Minute Sculptures auf die Spitze. Die Arbeit ist eine Provokation weit verbreiteter Ratgeber zur Körperoptimierung und gängiger Schlankheitsideale. In der Berlinischen Galerie werden die Einzelblätter in einer Vitrine präsentiert.

Der dritte Teil der Präsentation widmet sich skulpturalen Arbeiten, die erst in den vergangenen Monaten entstanden sind. Hier stehen verbeulte Kühlschränke neben riesigen deformierten Telefonen und eingeknickten Sideboards. Diese Werke setzen sich mit der skulpturalen Qualität von Möbeln und anderen Alltagsgegenständen auseinander. Wurm bildet die vertrauten Objekte aus verschiedenen Materialien nach, verfremdet sie aber gleichzeitig durch Größenverschiebungen, Verformungen und Zeichen der Zerstörung. In Bronze oder Polyester gegossen, verändern die Gegenstände ihre ursprüngliche Funktion und Bedeutung. Gleichzeitig deutet die farbliche Gestaltung auf den Inhalt der zitierten Objekte hin: So beispielsweise das Cremeweiß der Arbeit Body, eine Bodylotion-Flasche oder die gelbliche Farbe von Butter, die Nachbildung eines Kühlschranks. Dieser spielerische Umgang mit Innen und Außen ist charakteristisch für das Werk Erwin Wurms.

Was sichtbar wird, ist eine „de-Form-ation“, eine Spannung zwischen der Darstellung von Alltagsgegenständen, ihrer Materialität und den hinterlassenen Spuren von Körpereinwirkungen und -abdrücken.

BERLINISCHE GALERIE

Landesmuseum für Moderne
Kunst, Fotografie und Architektur
Stiftung Öffentlichen Rechts

Alte Jakobstraße 124–128
10969 Berlin

www.berlinischegalerie.de

Bild: Erwin Wurm,
The Idiot III (One Minute Sculpture), 2010,
© Erwin Wurm, VG BILD-KUNST Bonn, 2016 , courtesy: Galerie Thaddaeus Ropac, Salzburg, Paris, Foto: Studio Erwin Wurm

Tim David Trillsam

Tim David Trillsam zeigt im Rahmen der MIDSUMMER LAUNCH Pop-Up-Show der Online-Galerie weartberlin einige seiner Skulpturen. 2013 ist uns Trillsam mit seinen Bronzen schon bei der Berliner Liste aufgefallen. Wer heute noch Zeit hat, sollte sich in der Galerie Blond & Blond Contemporary seine Arbeiten live ansehen.

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Die Online-Galerie weartberlin geht mit der Ausstellung auch „offline“ und bietet am 20. & 21. Juni 2015 mit der  die erstmalige Gelegenheit eine Auswahl ihres Portfolios sorgfältig kuratierter aktueller Kunst live anzuschauen!

MIDSUMMER LAUNCH Pop-Up-Show

Blond & Blond Contemporary
Gartenstraße 114
10115 Berlin

Sverre Bjertnes bei Michael Janssen Berlin

Michael Janssen Berlin freut sich, New Sentiments, die erste Einzelausstellung des norwegischen Künstlers Sverre Bjertnes zu präsentieren. Sverre Bjertnes lebt und arbeitet in Oslo, Norwegen. 2013 wurden seine Arbeiten in einer Einzelausstellung , in Kollaboration mit Bjarne Melgaard, bei White Columns in New York gezeigt. Die Ausstellung wurde von der New York Times als eine der 10 besten Ausstellungen des Jahres bezeichnet. „Sverre Bjertnes bei Michael Janssen Berlin“ weiterlesen

XX. Rohkunstbau „Revolution“ – 6.7. bis 21.9.2014 im Schloss Roskow

Zwei Jahrzehnte Rohkunstbau – Zeit für eine „Revolution“. Seit 1994 steht die Ausstellung Rohkunstbau für leidenschaftliches Engagement bei der Förderung von zeitgenössischer Kunst und Kultur genauso wie für die Wiederentdeckung und Neubelebung fast vergessener Kulturstätten in den ländlichen Regionen Brandenburgs. „XX. Rohkunstbau „Revolution“ – 6.7. bis 21.9.2014 im Schloss Roskow“ weiterlesen